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    Beschäftigte der Sparda-Bank im Warnstreik

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    Beschäftigte der Sparda-Bank im Warnstreik

    Sparda-Bank

    70 Beschäftigte der Sparda-Bank Hannover haben heute Vormittag für fünf Stunden die Arbeit niedergelegt. In einem Demonstrationszug zogen sie durch die Innenstadt.

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di) will mit dem heutigen Warnstreik Druck auf die stockenden Tarifverhandlungen mit dem Arbeitgeberverband der Sparda-Banken ausüben.

    Seit 8 Jahren gibt es keinen gültigen Gehaltstarifvertrag zwischen ver.di und  den Sparda-Banken. In den nun bereits 7 Monate dauernden Tarifverhandlungen fordern die Arbeitgeber Verschlechterungen der aktuellen Arbeitsbedingungen als Preis für einen erneuten Tarifvertrag mit ver.di. So sollen die Eingruppierungsbestimmungen verschlechtert und das Urlaubsgeld eingefroren werden.

    „Die Beschäftigten erwarten von ihrem Arbeitgeber nicht als Bankangestellte 2. Klasse behandelt zu werden“, sagt dazu Jörg Reinbrecht, Ver.di Fachsekretär Banken in Hannover. „Wir wollen nur die tariflichen Regelungen vereinbaren, die in den Tarifverträgen für das Bankgewerbe festgeschrieben sind, so Reinbrecht weiter. „Das kostet die Sparda-Bank keinen Cent.“

    Hintergrund des Konflikts ist, dass die Volks- und Raiffeisenbanken alle Tarifverträge mit ver.di gekündigt haben und Billigtarifverträge mit sogenannten Christlichen Gewerkschaften vereinbart haben.  Die Sparda-Banken haben entschieden, dass sie auch von den Absenkungen in den anderen Genossenschaftsbanken profitieren wollen. Sie drohen mit dem Eintritt in den Arbeitgeberverband der Volks- und Raiffeisenbanken(AVR), wenn ver.di nicht bereit ist Verschlechterungen zu akzeptieren.

    Die Tarifverhandlungen werden am 22.09.14 in Frankfurt fortgesetzt.