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    Jetzt Arbeitsbedingungen absichern und zugleich ver.di stärken

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    Jetzt Arbeitsbedingungen absichern und zugleich ver.di stärken

    17.01.2013 | Nur für ver.di-Mitglieder gilt auch nach der Kündigung weiterhin der unveränderte ver.di-Manteltarifvertrag. Entgegen der Behauptung des Verbandes der Arbeitgeber (AVR)  haben ver.di-Mitglieder auch bei Ihrem Gehalt keinen Nachteil zu befürchten, weil durch die bedingungslose Zahlung der zwischenzeitlich erfolgten Tariflohnerhöhungen an alle Beschäftigten ein arbeitsvertraglicher Anspruch auf Zahlung der erhöhten Gehälter besteht. Anderslautende Behauptungen des AVR entbehren jeglicher rechtlicher Substanz. Beigefügt haben wir ein Rechtsgutachten einer unabhängigen, renommierten Kanzlei für Arbeitsrecht zu allen relevanten Fragen. FAZIT: Der AVR fördert zwar weiterhin die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. Dagegen sind ver.di Mitglieder – und zwar ausschließlich ver.di-Mitglieder - unverändert gut geschützt.

    Was ist mit Beschäftigten, die am 01. März nicht bei ver.di Mitglied sind?
    Grundsätzlich gelten für diesen Personenkreis dann die DHV/DBV-Tarifregelungen. Im Einzelfall ist zu prüfen, wie arbeitsvertragliche Bezugnahmeklauseln („ansonsten gelten für das Arbeitsverhältnis die …-Tarifverträge …“) formuliert sind. Wer sich vor den schlechteren Regelungen schützen will, muss bis zum 28.02.2013 ver.di-Mitglied werden. Das geht ganz einfach unter www.mitgliedwerden.verdi.de

    Was kommt nach der Kündigung des verdi-Manteltarifvertrages?
    Schaut man sich die Rolle von DHV (z.B. bei der Leiharbeit) und DBV (z.B. bei den ausgegliederten Deutsche Bank-Service-Töchtern) an, dann ist Vieles vorstellbar. Am 09. Oktober 2012 informierte der DBV in einem Tarifinfo für die Genossenschaftsbanken: “Darüber hinaus erklärte sich die Arbeitgeberseite bereit, die Vergütungsstruktur des Tarifvertrages in einer gemeinsamen Anstrengung  mit der DBV-Tarifkommission zeitgemäß neu zu gestalten.“ Es ist allgemein bekannt, dass viele Vorstände in den Genossenschaftsbanken gerne andere Regelungen zur tariflichen Eingruppierung hätten. Beide Verbände agieren intransparent und stehen immer wieder in der öffentlichen Kritik. Hier ein Beispiel: http://www.igmetall-bayern.de/ansicht/datum/2008/04/18/gekaufte-pseudogewerkschaften/

    Tarifpolitik von ver.di
    Dass es gelungen ist, ver.di bei den Genossenschaftsbanken tarifpolitisch auszubooten, hat hauptsächlich damit zu tun, dass ver.di in diesem Bereich schwach organisiert ist. Über 90 % aller Bankvorstände haben ihre Arbeitgeberinteressen beim AVR organisiert. Genau anders herum sieht es bei den über 160 000 Beschäftigten aus: Knapp 10 % der Angestellten haben ihre Interessen bei ver.di organisiert[1]; viele meinen, sich selbst um ihre Angelegenheiten kümmern zu können. Wenn ver.di wieder eine Rolle spielen soll im Tarifgeschäft bei den Genossenschaftsbanken, dann muss sich hier schnell etwas ändern.

    Wie sieht die Zukunft bei den Genossenschaftsbanken aus?
    Strukturveränderungen werden weiter vorangetrieben. Propagiert wird eine immer striktere Trennung zwischen „Vertriebsbank“ und „Produktionsbank“ mit weitreichenden Folgen für die Beschäftigten (z.B. einmal Vertrieb - immer Vertrieb, Fließbandarbeitsplätze in der Marktfolge, tariflose Service-GmbH’s usw.). Diese Veränderungen können tarifpolitisch begleitet werden, um Beschäftigteninteressen abzusichern. Das erfordert die Bereitschaft der Belegschaften, sich für ihre Arbeitsbedingungen einzusetzen. Gemeinsam mit ver.di!