ver.di Aktivitäten zur Änderung des Niedersächsischen Kita-Gesetzes

    Für mehr Qualität in den niedersächsischen Kindertagesstätten!

    ver.di fordert eine Novellierung des niedersächsischen Gesetzes über Tageseinrichtungen für Kinder (Kita-Gesetz).

    Die Anforderungen in den Kindertagesstätten als Bildungseinrichtung sind in berufsfachlicher, gesellschaftlicher, bildungs- und sozialpolitischer Hinsicht in den letzten Jahren stark gestiegen. Um den Kindern und diesen Anforderungen gerecht zu werden, brauchen wir die passenden Rahmenbedingungen. Diese sind im niedersächsischen Kita-Gesetz festgelegt.

    Es wird daher Zeit, die neuen Anforderungen mit dem Gesetz abzugleichen: Wie verhält sich die Gruppengröße zum Personalschlüssel? Wie sind die Räumlichkeiten (barrierefrei?) und sind die Budgets für Sachmittel und Personalkosten noch angemessen?

    ver.di ist der Auffassung, dass es einen dringenden Anpassungsbedarf gibt. Darum setzt sich ver.di für die Novellierung des niedersächsischen Kita-Gesetzes ein!

    ver.di-Forderungen

    Pädagogische Mitarbeiter/innen
    Es sollen zukünftig nur Erzieher/innen mit staatlicher Anerkennung als pädagogische Fachkraft in einer Gruppe tätig sein.

    Die Fachkräfterelation soll sein:

    • Kinder bis 1,5 Jahren: 3 Kinder zu einer Fachkraft
    • Kinder von 1,5 bis 3 Jahren: 4 Kinder zu einer Fachkraft
    • Kinder von 3 bis 6 Jahren: 8 Kinder zu einer Fachkraft
    • Schulkinder: 8 Kinder zu einer Fachkraft

    Bestandsschutz für beschäftigte Kinderpfleger/innen und Sozialassistent/innen: Sie sollen die Möglichkeit der Qualifizierung erhalten.

    Leitung – Freistellung für Leitungsaufgaben
    Diese Freistellung ist zu wenig, angemessen ist eine Basisfreistellung für alle Kita-Leitungen von mind. 20 Stunden unabhängig von der Größe der Kita. Ab einer Kita-Größe von drei Gruppen oder mehr gibt es pro Gruppe weitere 10 Stunden.

    Stellvertretende Kita-Leitung
    Ab einer Kita-Größe von drei Gruppen ist eine ständige Vertretung der Leitung notwendig.

    Vorbereitungszeit und Fortbildung
    Eine Vorbereitungszeit von 7,5 Stunden pro Fachkraft wöchentlich ist notwendig.
    Alle pädagogischen Fachkräfte haben einen Anspruch auf Fortbildung. Fort- und Weiterbildung ist Arbeitszeit und der Arbeitgeber hat die Kosten zu tragen.
    Arbeitgeber sind verpflichtet, regelmäßig Fortbildungen anzubieten. Beschäftigte sind verpflichtet, Fortbildungen regelmäßig zu besuchen.

    Betreuung von Schulkindern
    Die Betreuung von Schulkindern nach dem Unterricht in der Schule muss analog der Hortbetreuung im Kita-Gesetz geregelt werden.

    Aktuell

    Bündnis für Kinder und Familien e.V.

    ver.di ist Mitglied im Bündnis für Kinder und Familien e.V. Das Bündnis ist ebenfalls aktiv, um Verbesserungen des niedersächsischen Kitagesetztes zu erreichen, insbesondere um Verbesserungen beim Personalschlüssel durchzusetzen. Dazu wurde eine Volksinitiative gestartet.

    Zum Bündnis und zur Volksinitiative
    gibt es mehr Informationen
    unter www.buendnis-fuer-kinder-nds.de
    oder www.kita-volksinitiative.de

    ver.di Kampagnen