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    ver.di zieht positive Bilanz nach der ersten Streikwoche im AMEOS Klinikum Hildesheim

    „Die erste Streikwoche ist erfolgreich abgeschlossen! Die Station 74 in Hameln (Tagesklinik (TK)) ist geschlossen, unsere Kolleginnen und Kollegen vor Ort sind super mit ihrer kleinen Streikfront! Die Stationen 44/I und 44/II (TK) sind ebenfalls geschlossen (Außenstelle Oldekopstrasse in Hildesheim), die Station 85 (Psychotherapie) ist geschlossen, die Ambulanzen arbeiten auf „Sparflamme“ oder wie die Suchtambulanz z.Zt. gar nicht mehr (für Patienten stehen jeweils „Notfallrufnummern“ zur Verfügung). Die Küchenversorgung ist reduziert auf die Bedienung unserer Patientinnen und Patienten - Notdienst- Kollegen konnten sich am Freitag im Streikzelt an einer kostenlosen Gulaschsuppe erfreuen. Weitere Stationen stehen in der kommenden Woche evtl. vor der Schließung. Die Kreativität der Kolleginnen und Kollegen ist beeindruckend. Auch die Patienten solidarisieren und engagieren sich.“ So Harald Friederichs als Sprecher der betrieblichen Streikleitung.

    Streikimpression Landesfachbereich 03 Streikimpression


    Die Streikleitung erreichte die Information, dass die Patienten am kommenden Montag eine Solidaritätsdemonstration planen. Sie haben folgenden Aufruf gestartet:

    „An die verbliebenen Patienten im Ameos-Klinikum, der Streik des Klinikpersonals dauert mittlerweile schon eine Woche. Es ist nicht unsere Aufgabe als Patienten uns selbst zu therapieren. Der Ameos-Konzern bekommt von unseren Krankenkassen viel Geld und bringt durch seine sture Haltung seinen Mitarbeitern gegenüber keinerlei Leistung. Wir möchten am Montag, den 3. November 2014 um 10.00 Uhr am Streiklokal der Bediensteten auf dem Parkplatz eine kleine Patientendemo veranstalten. Die Mitarbeiter brauchen unsere Unterstützung. Bitte kommt alle vorbei und informiert Mitpatienten.“

    Umfragen bei den PatientInnen haben eine gute Zustimmung erfahren und lassen eine hohe Beteiligung erwarten.

    In der ersten Streikwoche wurden täglich mehrstündige Gespräche und Verhandlungen mit der Krankenhaus- und der Pflegedienstleitung geführt, um den Notdienst immer gewährleisten zu können. Dabei steht das Wohl der PatientInnen und der Notdienstleistenden Kolleginnen und Kollegen im Vordergrund, ohne das Streikziel zu vergessen.

    „Traurig ist nur, dass der Vorstand und Geschäftsführung keine Bereitschaft zeigen, Tarifverhandlungen mit einem verhandlungsfähigen Angebot aufzunehmen. Es ist unfassbar, wie die Verantwortlichen an der Spitze von AMEOS mit ihrer Verpflichtung auch gegenüber den Beschäftigten umgehen“, so Elke Nobel Verhandlungsführerin von ver.di.

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    Erfreut zeigten sich die Streikenden über eine überraschende, eindrucksvolle Unterstützungsaktion.
    Aus einigen Einzelhandelsketten hatten sich Herren in roten Mänteln und mit weißen Bärten auf den Weg in`s Streikzelt gemacht. Transparente und Schilder haben diese Unterstützer trotz ihrer Vollbeschäftigung in der Vorweihnachtszeit mitgebracht.

    Wenn dieses Beispiel Schule macht, freuen wir uns riesig, so Sylke König von der ver.di-Streikleitung.

    Am Montag, dem 3. November 2014 wird der längerfristig, flexible Streik mit dem Frühdienst wieder aufgenommen.

    In der 2. Woche ist unter anderem am Donnerstag ein Filmnachmittag in Kooperation mit dem Kellerkino in der Thega geplant.Gezeigt wird der Film WE WANT SEX von Nigel Cole („Kalender Girls“). Nach dem Film gibt es einen kurzen Lagebericht aus dem AMEOS Klinikum mit anschließender Diskussion.
    Die Vorstellung beginnt um 15:00 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden für die Streikkasse der AMEOS-KollegInnen sind willkommen.