Telekommunikation, Informationstechnologie, Datenverarbeitung

    Tele Columbus: Sozialplanverhandlungen haben begonnen

    Tele Columbus: Sozialplanverhandlungen haben begonnen

    Angebot des Arbeitgebers unzureichend

    Wie bereits berichtet, soll der Standort Hannover der Tele Columbus mit 170 Beschäftigten bis spätestens Ende 2017 geschlossen werden. Die Aufgaben sollen nach Berlin oder Leipzig verlagert werden.

    Am 4. Mai begannen die Sozialplanverhandlungen, die die wirtschaftliche Härte der Standortschließung und Nachteile für die Beschäftigten, die durch die Maßnahme betroffen sind, mildern sollen. Begleitet wurden die Verhandlungen mit einer Protestkundgebung der Beschäftigten, die die Schließung des Standorts ablehnen und die sich vom Arbeitgeber ein „faires" Angebot erhoffen.

    Das Abfindungsangebot des Arbeitgebers ist jedoch nicht sozial ausgerichtet. Bei der Berechnung der Abfindung ist die Dauer der Betriebszugehörigkeit vollkommen vernachlässigt worden. Das stellt für viele langjährig Beschäftigte einen Schlag ins Gesicht dar. Der Arbeitgeber möchte den Standort „kostengünstig" schließen.

    Das Angebot von Tele Columbus Darstellung stieß bei den Beschäftigten auf der
    Betriebsversammlung am 4. Mai auf absolutes Unverständnis. Langjährigen Beschäftigten, die zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beigetragen haben, werde keine Wertschätzung entgegengebracht, so die Kritik.

    Die zweite Runde der Sozialplanverhandlungen wird am kommenden Mittwoch in Hannover fortgesetzt. Die Beschäftigten werden auf einer Kundgebung ihre Forderung nach einem „fairen" Angebot noch einmal bekräftigen.

    Kundgebung: Mittwoch, 11.5.2016, 11.45 – 12.30 Uhr
    Peiner Str.8, 30519 Hannover vor dem Tele Columbus–Gebäude