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    Warnstreiks bei Nehlsen-Plump in Bremen

    Abfallwirtschaft

    Warnstreiks bei Nehlsen-Plump in Bremen

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Beschäftigten der Betriebsstätte Nehlsen-Plump GmbH in Bremen für Donnerstag, den 05. Dezember zu einem erneuten ganztägigen Warnstreik aufgerufen, um Druck auf den Arbeitgeber Nehlsen zu machen, endlich wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

    „Der Arbeitgeber Nehlsen verweigert jegliche Verhandlungen zu einem Tarifvertrag für die Beschäftigten und handelt stattdessen lieber mit dem Gesamtbetriebsrat der Nehlsen GmbH & Co. KG Vereinbarungen aus, die einen rechtlich zweifelhaften Charakter haben, auf jeden Fall aber keinen rechtsverbindlichen Tarifvertrag darstellen. Diese Verweigerungshaltung, die hier von Herrn Peter Hoffmeyer durchgezogen wird, ist ein Affront gegenüber den Beschäftigten, die tagtäglich durch schwere körperliche Arbeit für steigende Gewinne des Nehlsen-Konzerns sorgen." betont ver.di Bundesfachgruppenleiterin Abfallwirtschaft und Verhandlungsführerin Ellen Naumann.

    Nehlsen versuche damit, sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen gegenüber anderen Entsorgern, die nach Tarifvertrag zahlen. "Wer öffentliche Aufträge bekommen will, muss nicht nur gute Leistungen, sondern auch gute Bedingungen für die Beschäftigten bieten, die die Leistungen erbringen müssen. Das geht nur mit ordentlichen Tarifverträgen. Warum sollen Bremer Bürger Gebühren
    zahlen für ein Unternehmen, das Lohndumping betreibt?" macht Gewerkschafterin Naumann deutlich.

    Die Beschäftigten fordern Mantel- und Entgelttarifvertragliche Regelungen auf dem Niveau des Flächentarifvertrages für die Branche. Aktuell liegen hier die Stundenlöhne für Müllwerker/Fahrer bei 14-15 Euro. Nehlsen zahlt unter 13 Euro Stundenlohn.