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    Bundestagsabgeordnete Johann Saathoff zu Gast im Druckluftspeicherkraftwerk Huntorf

    Der Bundestagsabgeordnete Johann Saathoff war am vergangenen Mittwoch auf Einladung der Gewerkschaft ver.di und des Betriebsrates der Kraftwerksgruppe Wilhelmshaven im Druckluftspeicherkraftwerk Huntorf zu Gast, um sich über Möglichkeiten zur Energiespeicherung zu informieren. Das 1978 in Betrieb gegangene Kraftwerk, das zur Kraftwerksgruppe Wilhelmshaven der E.ON gehört, unterscheidet sich von herkömmlichen Gasturbinen durch eine getrennte Verdichtung von Luft und der Erzeugung von Strom, wobei die Druckluft gespeichert wird. Nur in den USA gibt es noch eine vergleichbare Anlage.

    Bundestagsabgeordnete Johann Saathoff zu Gast im Druckluftspeicherkraftwerk Huntorf ver.di Bundestagsabgeordnete Johann Saathoff zu Gast im Druckluftspeicherkraftwerk Huntorf

    Kraftwerksleiter Thomas Hohmann stellte die Funktion des Kraftwerks anschaulich dar. Bei Überschuss von Strom im Netz wird Druckluft erzeugt und unterirdisch in zwei Kavernen gespeichert. Steigt der Strombedarf wieder an, kann die komprimierte Luft zusammen mit Erdgas verbrannt und mittels einer Gasturbine Strom erzeugt werden. Das Kraftwerk Huntorf ist vollautomatisiert und wird vom Kraftwerk Wilhelmshaven aus gesteuert. Eine weitere Besonderheit ist die Schwarzstartfähigkeit des Kraftwerks. Das Kraftwerk kann im Fall des Totalzusammenbruchs des elektrischen Netzes aus eigener Kraft heraus gestartet werden und so zur Wiederherstellung der Stromversorgung beitragen. Die Kavernen zur Druckluftspeicherung liegen in 650 bis 800 Metern Tiefe.

    Beim Besuch des Bundestagsabgeordneten wurde die Nutzung von Energiespeichern im Rahmen der Energiewende diskutiert. Auch ver.di Gewerkschaftssekretär Aloys Kiepe, SPD Mitglied Karl Swieter sowie der Betriebsratsvorsitzende Harald Seegatz sprachen sich deutlich für die Einbettung des Druckluftspeicherkraftwerks als Teil der Energiewende aus.