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    Digitalisierung

    Den digitalen Wandel gestalten – Handlungsansätze für gute digitale Arbeit

    10.11.2017

    Die Dynamik des digitalen Wandels ist allgegenwärtig und er ist vor allem schnell. Potenziale aufgrund von neuer Flexibilität steht Belastung und Entgrenzung gegenüber. Organisationen befinden sich in vielfachen Veränderungsprozessen. „Aktuell kommen zwei Phänomene zusammen: Demografie und Digitalisierung – beides gilt es zu gestalten und alle dabei mitzunehmen“, so Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies bei der Abschlussveranstaltung des Projektes gute digitale Arbeit, das seit November 2016 gemeinsam von der Gewerkschaft ver.di und dem Bildungswerk ver.di durchgeführt worden ist.

    Vom niedersächsischen Wirtschaftsministerium ging der Impuls aus, die Veränderungen der Anforderungen an Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu analysieren und im zweiten Schritt Gestaltungsformen zu entwickeln und zu erproben. Lies: „Was bedeutet die Digitalisierung schon heute für die Beschäftigten und was muss perspektivisch an Strukturen entwickelt werden? Diesen Prozess proaktiv zu gestalten haben wir uns in Niedersachsen vorgenommen und sind damit erstmalig einen vollkommen neuartigen Schritt gegangen.“

    Das Projekt hat Trends und Gestaltungsbedarfe identifiziert und im Rahmen des betrieblichen Umsetzungsprojekts bei den Organisationen NDR, Deutsche Rentenversicherung und T-Systems konkrete Lösungsansätze für Unternehmen und Beschäftigte (branchenspezifisch und übergreifend) entwickelt. Zudem geht es auch um Impulse, zu Rahmenbedingungen und der konkreten Gestaltung von guter digitaler Arbeit. „Hierbei brauchen wir verbindliche Regeln und Leitplanken für die Beschäftigten. Eine Stärkung der Sozialpartnerschaft und keine Tarifflucht“, fordert Detlef Ahting, ver.di Landesbezirksvorsitzender Niedersachsen / Bremen, „eine Allgemeinverbindlichkeit herzustellen, bietet dabei eine größere Sicherheit für mehr Beschäftigte. Nur so kann Niedersachsen noch mehr ein Land der guten Arbeiten werden.“

    Auch auf die Interessenvertretungen in den Betrieben kommen neue Herausforderungen zu: bei der Einführung neuer Techniken proaktiv zu handeln, Technikfolgen abzuschätzen und Beschäftigte frühzeitig bei der Gestaltung digitaler Prozesse einzubinden bedeutet eine neue Rolle und erhebliche Zunahme der benötigten Kompetenzen. „Mehr denn je brauchen wir eine starke Mitbestimmung – die Betriebsräte sind für eine gute Umsetzung und Akzeptanzherstellung ein wichtiger Partner“, betont Ahting.

    Ziel ist es auch künftig eine Gestaltung pro Beschäftigte vorzunehmen, denn nur wenn flächendeckende Regelungen und politische Rahmenbedingungen hergestellt werden, sehen die Beschäftigten in den Veränderungen der Arbeitswelt eine Chance und stellen sich zuversichtlich den neuen Herausforderungen.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.bw-verdi.de/digitalisierung