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    Warnstreiks im Öffentlichen Dienst – ver.di erhöht den Druck

    Warnstreiks im Öffentlichen Dienst – ver.di erhöht den Druck

    21.04.2016

    Vor dem Hintergrund der dritten Verhandlungsrunde für die Tarifbeschäftigten in Bund und Kommunen am 28. und 29. April in Potsdam erhöht die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di mit weiteren Warnstreiks den Druck auf die Arbeitgeber. „Das vorliegende Angebot von einem Prozent für sieben Monate in diesem Jahr bedeutet real mickrige 0,6 Prozent mehr Gehalt aufs Jahr gerechnet. Das empfinden die Beschäftigten als reine Provokation. Auch die angebotenen zwei Prozent ab 1. Juni nächsten Jahres bedeuten unter dem Strich eine Reallohnsenkung“, sagte ver.di-Landesleiter Detlef Ahting. ver.di fordert sechs Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von einem Jahr. 

    In Niedersachsen und Bremen beteiligten sich über 900 Beschäftigte mit Warnstreiks und Aktionen an dem bundesweiten Klinik-Streiktag. Für die Krankenschwestern, Pfleger und Auszubildenden in den Kliniken stand neben einer Lohnerhöhung auch die Frage ihrer Arbeitsbelastungen im Mittelpunkt. Aus dem Klinikum Region Hannover versammelten sich 550 Beschäftigte zu einer Streikversammlung vor dem Siloah-Krankenhaus. In Bremen führten 100 Auszubildende und Praktikanten bunte Aktionen mit Bodenzeitungen, Infoständen und Musik vor den beiden Kliniken Bremen-Mitte und Bremen-Ost durch. Sie verteilten Flugblätter in den Klinikstationen, um für ihre Forderungen nach 100 Euro mehr und Übernahme nach der Ausbildung zu werben.

    Ausblick auf die nächste Woche: 

    Auch in der kommenden Woche wird es am Dienstag (26. April) und Mittwoch (27. April) in ganz Niedersachsen und Bremen zu einer weiteren Warnstreikwelle kommen. Für Dienstag hat die Gewerkschaft ver.di Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes in der Landeshauptstadt Hannover, der Region Hannover und der Landkreise Hildesheim, Holzminden, Hameln/Pyrmont und Schaumburg zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Die Streikenden werden sich um 11.00 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Trammplatz in Hannover treffen. Desweiteren sind Beschäftigte in Salzgitter zum Warnstreik aufgerufen. Auch in Bremen und Nordniedersachsen kommt es am Dienstag zu einem ganztägigen Warnstreik mit einer Kundgebung gegen 12.00 Uhr auf dem Bremer Markplatz. Die Beschäftigten der Stadtwerke in Osnabrück und Wilhelmshaven legen ganztägig die Arbeit nieder, so dass es zu Beeinträchtigungen im öffentlichen Nahverkehr kommen kann.

    Am Mittwoch ruft ver.di die Tarifbeschäftigten in Braunschweig und Wolfsburg, in den Regionen Weser-Ems und der Lüneburger Heide zu Warnstreiks auf. In Süd-Niedersachsen werden sich Verkehrsbetriebe, Verwaltung, Bauhöfe, Kindertagesstätten, Sparkassen, Stadtwerke und Abfallbetriebe an den Arbeitsniederlegungen beteiligen.

     

    Pressekontakt

    Lea Arnold
    Pressesprecherin

    ver.di-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen
    Goseriede 10, 30159 Hannover
    Tel.: 0511/12400-105/-106
    Fax: 0511/12400-107
    Mobil: 0170 7812412
    e-mail: lea.arnold@verdi.de
    www.verdi-niedersachsen-bremen.de