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    ver.di startet Aktionswoche „Gute Löhne – gute Rente“

    ver.di startet Aktionswoche „Gute Löhne – gute Rente“

    19.06.2017

     Fast jeder zweite Beschäftigte in Niedersachsen und Bremen von Altersarmut bedroht 

    46,2 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Bremen und 44 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Niedersachsen beziehen ein Bruttoeinkommen unter 2.500 Euro. Bundesweit sind es 44 Prozent. Dazu kommen knapp 520.000 Minijobber in Niedersachsen und 43.000 Minijobber in Bremen. Das geht aus einer Datenauswertung des Eduard Pestel Instituts für Systemforschung im Auftrag der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hervor. Darunter fallen auch alle diejenigen, die nicht mehr als den gesetzlichen Mindestlohn und damit nur 1.450 Euro brutto im Monat verdienen. Sie erzielen damit keinen eigenen Rentenanspruch oberhalb der Grundsicherung. „Vor allem der wachsende Niedriglohnsektor hat eine negative Wirkung auf das Lohnniveau und folglich auf die Rentenerwartung“, kritisiert Detlef Ahting, ver.di-Landesleiter Niedersachsen-Bremen. In Niedersachsen und Bremen finden heute deswegen ca. 60 betriebliche und öffentliche Aktionen unter dem Motto „Gute Löhne – gute Rente“ statt. 

    Bei einem bereits heute umgesetzten Rentenniveau von nur noch 43 Prozent, das bis 2030 auch gesetzlich droht, würden weite Teile der Verdienstgruppe unterhalb der 2.500 Euro bei der Rente auf Grundsicherungsniveau kommen. Und das trotz 45 Beitragsjahren. „Diese Rentenerwartungen sind armutsgefährdend für weite Teile der Bevölkerung, auch der Mittelschichten. Diejenigen, die nur auf 40 oder gar 30 Beitragsjahre kommen, und das sind wegen der Erziehungszeiten vor allem Frauen, rutschen definitiv auf Hartz-IV-Niveau“, warnt Ahting. „Langfristig können nur gute Löhne Altersarmut verhindern.“ 

    Nötig seien die Stabilisierung der Rente auf dem jetzigen Niveau von 48 Prozent und eine schrittweise Anhebung auf etwa 50 Prozent. Wer nicht wolle, dass das Rentensystem zerbreche, müsse zudem den Bundeszuschuss in die Rentenkasse erhöhen und die Tarifbindung in Deutschland stärken. Deshalb müsse, so Ahting, der Gesetzgeber dafür sorgen, dass die Tarifflucht der letzten Jahre aufhört. 

    Für Rückfragen zur Studie wenden Sie sich bitte an:
    Matthias Günther, Diplom-Ökonom, Pestel Institut
    Tel.: +49 511 – 990 94 – 20
    Weitere Infos sowie die Ergebnisse der Datenerhebung finden Sie im Netz unter:www.verdi.de/presse/downloads/pressemappen

     

     

     

    Pressekontakt

    Lea Arnold
    Pressesprecherin

    ver.di-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen
    Goseriede 10, 30159 Hannover
    Tel.: 0511/12400-105/-106
    Fax: 0511/12400-107
    Mobil: 0170 7812412
    e-mail: lea.arnold@verdi.de
    www.verdi-niedersachsen-bremen.de