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    Tarifrunde Deutsche Telekom: ver.di ruft zu Warnstreiks auf

    Tarifrunde Deutsche Telekom: ver.di ruft zu Warnstreiks auf

    06.04.2016

    In der laufenden Tarifrunde bei der Deutschen Telekom ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Telekom-Beschäftigte ab Dienstag erneut zu Arbeitsniederlegungen auf. „Die Denkpause für den Arbeitgeber ist bald vorbei. Mit den Warnstreiks machen die Beschäftigten deutlich: Wir erwarten zur entscheidenden letzten Verhandlungsrunde ein akzeptables und deutlich nachgebessertes Angebot“, sagte ver.di-Streikleiter Hugo Waschkeit am Dienstag in Hannover. Die Verhandlungen werden am 12./13. April 2016 in Bonn fortgesetzt. Dies ist der vierte und vorläufig letzte vereinbarte Verhandlungstermin. 

    Von den Warnstreiks war am gestrigen Dienstag (05.04.) insbesondere der Kundenservice der Deutschen Telekom betroffen. In Hannover und Bremen legten 350 Beschäftigte die Arbeit nieder. 50 Beschäftigte der Vivento Customer Services, einer Tochter der Telekom, beteiligten sich mit Solidaritätsstreiks. Die Warnstreiks werden bis zur Fortsetzung der Verhandlungen gezielt ausgeweitet.  

    Am heutigen Mittwoch (06.04.) befanden sich 500 Techniker in ganz Niedersachsen und Bremen im Arbeitskampf und auch am morgigen Donnerstag (07.04.) werden es ebenso viele sein. Dabei werden alle Telekom Standorte in Niedersachsen-Bremen nur eingeschränkt erreichbar sein. Es sei damit zu rechnen, dass sich die Arbeitsniederlegungen auf die Servicequalität der Telekom niederschlagen, sagte Waschkeit. „Leider scheinen die Arbeitgeber nur die Sprache von Streiks zu verstehen, obwohl sie den Aktionären eine Erfolgsstory nach der anderen vorlegen“, so Waschkeit weiter. 

    In der laufenden Tarifrunde für die rund 63.000 betroffenen Tarifangestellten und Auszubildenden bei der Deutschen Telekom fordert ver.di unter anderem eine tabellenwirksame Entgelterhöhung um fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie eine Komponente zur überproportionalen Anhebung der unteren Einkommen. Darüber hinaus will die Gewerkschaft den Vertrag über den Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen verlängern. Die Höhe der Ausbildungsvergütungen und der Vergütungen für duale Studenten soll um 60 Euro angehoben werden. 

     

    Pressekontakt

    Matthias Büschking
    Leiter Presse/Politik und Planung

    ver.di-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen
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    Fax: 0511/12400-107
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    e-mail: matthias.bueschking@verdi.de
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