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    Tarifrunde Einzelhandel: ver.di weist Arbeitgeberangebot als völlig unzureichend zurück

    Tarifrunde Handel Niedersachsen/Bremen 2017 15.05.2017

     
    Die erste Tarifverhandlung für die Beschäftigten im Einzelhandel in Niedersachsen und Bremen wurde heute, Montag, 15. Mai ohne Ergebnis vertagt.

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) bewertet es positiv, dass bereits in der ersten Verhandlung ein arbeitgeberseitiges Angebot vorgelegt wurde, lehnt dieses jedoch als völlig unzureichend ab.

    Das Angebot sieht folgende Eckdaten vor:

    • eine Laufzeit von 24 Monaten
    • Erhöhung der Gehälter:
      - ab dem 1. Juli 2017 um 1,5 Prozent (nach zwei Nullmonaten)
      - ab dem 1. Mai 2018 um weitere 1,0 Prozent

    „Das Angebot gleicht noch nicht einmal die Preissteigerungen aus“, kritisiert Arno Peukes, ver.di Verhandlungsführer. „Wir fordern außerdem ein Mindesteinkommen von 1.900 Euro“. Mit dem jetzigen Angebot sei man nach wie vor weit davon entfernt, armutsfeste Löhne und Renten zu gewährleisten.

    Zudem lehnten die Arbeitgeber es ab, über eine Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrags für flächendeckende Tariflöhne in der Branche zu verhandeln.

    ver.di plant nun die Durchführung betrieblicher Aktionen bis hin zu Arbeitskampfmaßnahmen, um den Druck auf die Arbeitgeber vor der zweiten Verhandlung zu erhöhen. Ein zweiter Verhandlungstermin konnte noch nicht vereinbart werden.

    Von der Tarifrunde sind in Niedersachsen 310.000 und in Bremen 30.000 Beschäftigte betroffen.

    Pressekontakt

    Lea Arnold
    Pressesprecherin

    ver.di-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen
    Goseriede 10, 30159 Hannover
    Tel.: 0511/12400-105/-106
    Fax: 0511/12400-107
    Mobil: 0170 7812412
    e-mail: lea.arnold@verdi.de
    www.verdi-niedersachsen-bremen.de