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    Wissenschaftsministerium lehnt Vereinbarung zwischen ver.di und …

    Wissenschaftsministerium lehnt Vereinbarung zwischen ver.di und der Technischen Informationsbibliothek ab

    03.03.2016

    Hannover. In der heutigen Personalversammlung der Technischen Informationsbibliothek (TIB) wurde ein Konflikt zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und dem Wissenschaftsministerium (MWK) deutlich. ver.di-Fachbereichsleiterin Brigitte Schütt kritisierte in ihrem Vortrag: „Ich finde es skandalös, dass die Vertreterin des MWK im Stiftungsrat der Informationsbibliothek eine zwischen der Bibliotheksleitung und der Gewerkschaft ver.di getroffene Vereinbarung rigoros abgelehnt hat. 360 von etwa 400 Beschäftigten haben in einer Unterschriftenaktion für eine solche Vereinbarung gestimmt, die den Mitarbeitern ihre Beschäftigung beim Übergang in die TIB-Stiftung sichert und ihren Besitzstand wahrt. Diese Vereinbarung geht deutlich über das Stiftungsgesetz hinaus, ist aber von der Spitze des MWK offensichtlich nicht gewollt.“  

    Hintergrund: Die Technische Informationsbibliothek (TIB) ist die weltweit größte Spezialbibliothek für Technik und Naturwissenschaften und damit Teil der nationalen Forschungsinfrastruktur und Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Bis Ende letzten Jahres gehörten die Beschäftigten zur Leibniz-Universität Hannover; seit 1. Januar 2016 ist die TIB per Gesetz zu einer Stiftung des öffentlichen Rechts des Landes Niedersachsen umgewandelt worden. Für die Beschäftigten ist es wichtig, betriebsbedingte Kündigungen auszuschließen und die an der Uni Hannover bestehenden Angebote, wie zum Beispiel Kindernotfallbetreuung, psychologisch-soziale Beratung, Pflegehotline, Fort- und Weiterbildung sowie die Mensa zu nutzen.  

    Brigitte Schütt ergänzte: „Die Ablehnung einer Vereinbarung der Sozialpartner passt in das Bild, das die grüne Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić auch in anderen politischen Handlungsfeldern abgegeben hat. Die in der rot-grünen Koalitionsvereinbarung enthaltenen Ziele, GUTE ARBEIT zu fördern, Mitbestimmung der Beschäftigten auszubauen und prekäre Arbeitsverhältnisse in den Hochschulen zu reduzieren, scheinen von der grünen Ministerin nicht ernst genommen zu werden.“  

    Für Rückfragen:
    Brigitte Schütt, ver.di-Fachbereichsleiterin Niedersachsen-Bremen
    mobil: 0170 8562941

     

     

    Pressekontakt

    Lea Arnold
    Pressesprecherin

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