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    ver.di macht für Nahverkehr mobil

    ver.di macht für Nahverkehr mobil

    10.11.2014

    Aktionen in Hannover, Braunschweig und Göttingen
     

    Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di macht für den Nahverkehr mobil. Die Gewerkschaft kritisiert, dass wichtige Zuschüsse des Bundes für den kommunalen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ab 2019 möglicherweise wegfallen. Das hat das Bundesfinanzministeriums bereits angekündigt. Hierbei handelt es sich um eine Summe von 1,335 Milliarden Euro, sogenannte Entflechtungsmittel, die der Bund den Ländern zur Verkehrsentwicklung in den Gemeinden zukommen lässt. ver.di wendet sich gegen diese Streichung und ruft bundesweit zu Aktionen auf, um Fahrgäste über das Vorhaben zu informieren. 

    In Niedersachsen wird es am kommenden Mittwoch, den 12. November, Aktionen in Hannover, Braunschweig und Göttingen geben. 

    „Sollten die Bundeszuschüsse gestrichen werden, müssten die Kommunen sämtliche Investitionen in den ÖPNV allein tragen“, betont ver.di-Verkehrsexperte Hermann Hane. „Schon jetzt haben wir einen Investitionsstau von 2,5 Milliarden Euro pro Jahr, der stetig anwächst.“ Viele Verkehrsleitsysteme und -anlagen stammten aus den 80er Jahren und müssten dringend erneuert werden. „Wenn nicht bald etwas passiert, können Busse und Bahnen wegen des maroden und katastrophalen Zustands der Infrastruktur die Depots nicht mehr verlassen“, so Hane. Der kommunale ÖPNV finanziere sich im Schnitt lediglich zu 50 Prozent aus Fahrgeldeinnahmen, damit Busse und Bahnen bezahlbar bleiben, werde der Rest durch die öffentliche Hand subventioniert. ver.di erwarte, dass sich auch der niedersächsische Verkehrsminister öffentlich zu den geplanten Kürzungen positioniert. 

    Die Bedeutung des Nahverkehrs sei unbestritten: „Täglich nutzen 27 Millionen Menschen den ÖPNV und die Tendenz ist steigend. Die Fahrgäste entlasten damit die Umwelt und reduzieren das Verkehrsaufkommen gerade in den Ballungsräumen, denn der ÖPNV ersetzt täglich 18 Millionen Autofahrten“, erklärte der Gewerkschafter. Von 12 Milliarden Euro, die jährlich durch die Verkehrsunternehmen investiert werden, würden rund 90 Prozent in die Wirtschaft fließen und dort für Aufträge und Arbeitsplätze sorgen. 

    „Die Streichung der Bundeszuschüsse würde das Aus für weite Teile unseres öffentlichen Nahverkehrs bedeuten“, sagte Hane. „Das können wir nicht unwidersprochen hinnehmen. ver.di steht für einen bezahlbaren Nahverkehr für alle Bürgerinnen und Bürger.“ 

    Für Rückfragen:
    Hermann Hane,
    ver.di-Fachsekretär Verkehr Nds.-Bremen
    mobil: 0171-5501529 

    Hinweis für die Redaktionen
    Aktionen finden am 12. November unter anderem statt in: 

    Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG, Regio Bus und Vertrauensleute der Stadt Hannover (Ansprechpartnerin: Mira Neumaier, mobil 0160-95937981)
    12.11.2014, 15:00 -18:00 Uhr, Hannover, Platz vor dem Hauptbahnhof. 

    Braunschweiger Verkehrs-GmbH
    12.11.2014, 15:00 – 18:00 Uhr, Braunschweig, Umsteigepunkt Rathaus 

    Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH
    12.11.2014, 13:00 – 16:00 Uhr, Göttingen, Marktplatz 

    Weitere Aktionen sind außerdem in Osnabrück, Wilhelmshaven und Oldenburg geplant.

     

     

     

     

    Pressekontakt

    Lea Arnold
    Pressesprecherin

    ver.di-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen
    Goseriede 10, 30159 Hannover
    Tel.: 0511/12400-105/-106
    Fax: 0511/12400-107
    Mobil: 0170 7812412
    e-mail: lea.arnold@verdi.de
    www.verdi-niedersachsen-bremen.de