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    Projekt „Den digitalen Wandel gestalten"

    Projekt „Den digitalen Wandel gestalten"

    06.04.2017

     Handlungsansätze für gute digitale Arbeit 

    Mehr Flexibilität, ständige Erreichbarkeit, Szenarien von unsicheren Arbeitsplätzen – die Dynamik des digitalen Wandels ist allgegenwärtig und hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung aufgenommen. Während Industrie 4.0 aktuell viel diskutiert ist, bleibt es teilweise unbemerkt, dass die Veränderungen im Dienstleistungsbereich zum Teil bereits viel stärker vorangeschritten sind. Für diese neuen Arbeitsformen müssen neue Regeln gelten, doch was ist Belastung und was sind neue Freiheitsgrade der neuen Flexibilisierung? Gelten die gesetzlichen Rahmen von Arbeitszeit und Arbeitsschutz noch oder braucht es neue Rahmenbedingungen?

    Diesen Fragen gehen aktuell das Bildungswerk ver.di und die Gewerkschaft ver.di Niedersachsen-Bremen im Auftrag des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums auf den Grund, mit dem Ziel Konzepte für die Gestaltung von guter, digitaler Arbeit zu entwickeln. 

    Am Projekt beteiligen sich drei Unternehmen: Die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover, der NDR mit seinem Studio in Oldenburg sowie der Betriebsrat von T-Systems in Hannover. „Alle drei Unternehmen sind bei der Digitalisierung der Arbeit schon sehr weit fortgeschritten und bieten somit gute Einblicke in die Neugestaltung von Arbeitsprozessen“, sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies. Auf Basis der Analysen von Erfolgsfaktoren und Hindernissen für die Gestaltung guter und gesunder digitaler Arbeit bei den drei Kooperationspartnern sollen Qualifizierungskonzepte für Fach- und Führungskräfte sowie Interessensvertretungen entwickelt werden. „Besonderen Wert haben hierbei sozialpartnerschaftliche Lösungsansätze. Im Kern geht es um die Analyse und Beschreibung von Best-Practice-Beispielen von Unternehmen der Dienstleistungswirtschaft, die auch für andere Unternehmen bei der Gestaltung ihrer digitaler Arbeitsprozesse von Nutzen sind“, so Minister Lies. 

    Branchenübergreifend können und sollen sich Beschäftigte, Betriebs- und Personalräte und gesellschaftliche Multiplikatoren in regionalen Veranstaltungen in das Projekt einbringen und beteiligen. „Uns ist es wichtig, einen Dialog mit möglichst vielen Beschäftigten zu initiieren, um das Thema guter digitaler Arbeit in den Betrieben zu verankern“, betonte ver.di-Landesleiter Detlef Ahting. Die exemplarisch gewonnenen Projektergebnisse und die entwickelten Qualifizierungskonzepte werden Ende des Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt, Leitfäden und Handlungshilfen werden dokumentiert und übertragbar sein. 

    Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: http://www.bw-verdi.de/digitalisierung 

    Download der Studie des CIMA-Instituts für Regionalwirtschaft „Gute digitale Arbeit – Auswirkungen der Digitalisierung im Dienstleistungsbereich“, Juli 2016: 

    https://hannover.verdi.de/themen/nachrichten/++co++0990e8c0-7f37-11e6-a4c4-525400ed87ba 

    Pressekontakt

    Lea Arnold
    Pressesprecherin

    ver.di-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen
    Goseriede 10, 30159 Hannover
    Tel.: 0511/12400-105/-106
    Fax: 0511/12400-107
    Mobil: 0170 7812412
    e-mail: lea.arnold@verdi.de
    www.verdi-niedersachsen-bremen.de