Nachrichten

    Sozialwahl: Jede Stimme zählt

    ver.di NEWS

    Sozialwahl: Jede Stimme zählt

    Ausgabe (06/2017)

      
    Leitartikel:
    Sozialwahl: Jede Stimme zählt
    Im Sinne von Gerechtigkeit und Solidarität die Selbstverwaltung mitbestimmen

    ver.di NEWS (06/2017) ver.di ver.di NEWS (06/2017)  – Sozialwahl: Jede Stimme zählt

    Wenn der Briefkasten in den kommenden Tagen zwei Mal klappert, könnten das die Unterlagen für die Sozialwahlen sein. Die werden dieser Tage verschickt, allein die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Bund bringt rund 30 Millionen Wahlbriefe auf den Weg. Außerdem bekommen die Versicherten der DRV Saar, der Techniker Krankenkasse, der DAK Gesundheit, der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) und der Handelskrankenkasse (hkk) ihre Unterlagen. Im Herbst folgt die Barmer.

    Wichtig ist, dass die ausgefüllten Wahlunterlagen bis zum 31. Mai an den jeweiligen Träger zurückgeschickt werden. ver.di-Bundesvorstandsmitglied Dagmar König empfiehlt, die Stimme möglichst bald nach Erhalt der Wahlunterlagen abzugeben, damit das Schreiben nicht in Vergessenheit gerät. „Denn jede Stimme ist wichtig“, sagt König. Sie ist zugleich die Spitzenkandidatin der ver.di-Liste bei der DRV Bund.

    Hohe Wahlbeteiligung

    Ihr Tipp ist , sich mit Familie, Freund/ innen, Bekannten und Kolleg/innen über die Wahlen zu unterhalten und sie an die Bedeutung der Stimmabgabe zu erinnern. Nur so könne eine möglichst hohe Wahlbeteiligung erreicht werden – ein wichtiges Zeichen für die Bedeutung der Selbstverwaltung. Interessenvertreter/innen und Vertrauensleute sollten die Sozialwahl auch in Betrieben und Verwaltungen ansprechen.

    Gewählt werden die Versichertenparlamente. Sie stellen den Haushalt auf und entscheiden, wie die Beiträge verwendet werden. Außerdem kontrollieren sie die Verwaltung und achten darauf, dass die Beiträge ordnungsgemäß verwendet werden. Bei allen sieben Wahlen tritt ver.di mit eigenen Listen an. „Die aktive Mitwirkung der Gewerkschaften in der sozialen Selbstverwaltung sichert eine wirkungsvolle Durchsetzung der Versicherteninteressen“, sagt Dagmar König. So könnten sie den Sozialstaat im Sinne von Gerechtigkeit und Solidarität mitgestalten. Die ver.di-Kandidat/innen folgen dabei einer klaren sozialen Linie: Gesundheit darf kein Luxus sein, und die Rente muss für ein würdiges Leben reichen. Sie machen sich stark für das Ende einer Sparpolitik, die zu Lasten der Versicherten erfolgt.

     
    ______________________
    Weitere Themen in der aktuellen ver.di NEWS (06/2017)

    • HOHES ARMUTSRISIKO
      Wachsende Kinderarmut hierzulande ist auch eine Folge der zunehmenden Flüchtlingsmigration

    • VON FAKTEN KAUM EINE SPUR
      Medienkampagne soll den Boden bereiten für massive Steuersenkungen

    • EINSATZ FÜR EINEN TARIFVERTRAG
      Im Handel haben die Beschäftigten verschiedener nicht-tarifgebundener Unternehmen gestreikt

    • ABSICHERUNG MACHT SORGEN
      Erste Ergebnisse einer Online-Umfrage unter soloselbstständigen ver.di-Mitgliedern liegen vor

    • ALS BEWEISMITTEL UNZULÄSSIG
      LAG rügt den Einsatz von Keyloggern als schweren Eingriff in das informelle Selbstbestimmungsrecht

    • OFFEN UND GESCHLOSSEN
      ver.di-Mitgliedernetz bietet Plattform für die sichere Kommunikation im Internet; Gruppenfunktion wurde jetzt erweitert

    • DIGITALER KAPITALISMUS
      Matthias Martin Becker beschreibt in seinem Buch „Automatisierung und Ausbeutung“, wie sich die Arbeit in Zeiten zunehmender Digitalisierung verändern wird