Wach-und Sicherheitsdienste

    Tarifverhandlungen gescheitert

    Wach- und Sicherheitsdienste

    Tarifverhandlungen gescheitert

    Keine Bereitschaft unsere Forderungen zu verhandeln, kein neues Angebot seitens der Arbeitgeber. Damit sind die Tarifverhandlungen nach der 2. Runde am 15. Dezember vorerst gescheitert.

    Von Seiten der Arbeitgeber gab es keine Bereitschaft über die Lohnforderungen der Tarifkommission zu verhandeln. Nicht über 1,50€ mehr für den Seperatwach-/Objektschutzdienst und prozentual entsprechend für alle anderen Lohngruppen für zwölf Monate. Nicht mal über eine Erhöhung von 1€ über 24 Monate hätten sie verhandeln wollen.

    Damit bekräftigen die Arbeitgeber ihren Willen, das Lohnniveau in der Branche weiter abzusenken. Ein neues Angebot legten sie nicht vor. Zur Erinnerung: in der 1. Verhandlungsrunde lag das Angebot bei 1,43% ab dem 01.03.21 und 1,87% ab dem 01.01.22. Das entspricht 0,15€ bzw. 0,20€ für den Seperatwach-/Objektschutzdienst. Das ist, was die Arbeitgeber den Beschäftigten unter den Weihnachtsbaum legen wollen. Eine Abschmelzung in Richtung Mindestlohn.

    Den Einsatz in der Krise und im Shutdown wollen die Arbeitgeber nicht honorieren. Ihnen geht es ausschließlich um ihren Gewinn auf Kosten der Einkommen und Gesundheit der Beschäftigten. Der unermüdliche Einsatz und Wille unserer Kolleg*innen in der sich wieder verschärfenden Corona-Zeit wird von Arbeitgeberseite mit Füßen getreten und in keiner Weise gewürdigt.

    Der Tarifkommission blieb daher nichts anderes übrig, als an dieser Stelle die Verhandlungen über einen neuen Lohntarifvertrag für gescheitert zu erklären. Zum 31.12.2020 läuft der jetzige Lohntarifvertrag aus und befindet sich ab dann in Nachwirkung. Zusätzlich fällt die Allgemeinverbindlichkeitserklärung (AVE) weg, wonach bisher alle Beschäftigten der allgemeinen Bewachung nach Tarif bezahlt wurden. Damit haben ab dem 01.01.2021 nur noch diejenigen einen rechtlichen Anspruch auf die Zahlung des bisherigen Tariflohns, die seit Dezember 2020 ver.di-Mitglied sind.

    Wie geht es jetzt weiter?

    Die Tarifkommission hat ihr Wort gehalten. Keine Zustimmung zu einem Tarifvertrag, der die Standards noch weiter absenkt. Wir fordern einen Lohn zum Leben. Einen Lohn ohne Furcht vor Angst im Alter. Jetzt müsst ihr zeigen, dass ihr es ebenfalls ernst meint. Die Arbeitgeber haben mehr als deutlich gemacht, dass sie sich ohne Druck nicht bewegen werden. Das verdeutlicht einmal mehr: Tarifverhandlungen werden nicht am Runden Tisch entschieden. Forderungen werden durchgesetzt von den Kolleg*innen, die gemeinsam und solidarisch für höhere Löhne einstehen.

    Ab Januar darf gestreikt werden. Jetzt kommt es auf jede und jeden Einzelne*n an.

    Wach- und Sicherheitsdienste Aktion in der Tarifrunde ver.di Nds-Bremen FB 13 Wach- und Sicherheitsdienste Aktion in der Tarifrunde
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