Wach-und Sicherheitsdienste

    Tarifrunde WaSi: Warnstreiks in Bremen

    Wach- und Sicherheitsdienste

    Tarifrunde WaSi: Warnstreiks in Bremen

    Keine Bereitschaft unsere Forderungen zu verhandeln, kein neues Angebot seitens der Arbeitgeber. Aus diesem Grund sind am 22.03.2021 die Kolleg*innen des Werkschutzes am Kraftwerk Hafen und Kraftwerk Hastedt in Warnstreiks getreten. Damit wollen sie Druck auf die Arbeitgeber aufbauen, in der Tarifrunde der allgemeinen Bewachung in Bremen endlich ein vernünftiges Angebot vorlegen.

    Dazu Nils Wolpmann, zuständiger Gewerkschaftssekretär: „Den Einsatz in der Krise und im Shutdown wollen die Arbeitgeber nicht honorieren. Ihnen geht es ausschließlich um ihren Gewinn auf Kosten von Einkommen und Gesundheit der Beschäftigten. Wir wollen den Arbeitgebern zeigen, dass wir zusammenstehen und entschlossen für unsere Forderungen kämpfen.“

    Die Lage ist ernst. Die derzeitigen Löhne reichen bei einem Stundenlohn von 10,50€ bzw. 11,89€ für viele Kolleg*innen kaum aus, um bis ans Monatsende zu kommen. Das Angebot der Arbeitgeber sieht für die Kolleg*innen im Objektschutzdienst für dieses Jahr eine Steigerung von gerade mal 15 Cent vor, und das nicht mal rückwirkend. Für das kommende Jahr bieten sie 20 Cent. ver.di fordert eine deutliche Steigerung der Grundlöhne um mindestens 1,50€ die Stunde.

    „Wir fordern für die niedrigste Lohnstufe einen Stundenlohn von 12€. Das ist das Mindeste um ein Leben ohne Angst vor Altersarmut führen zu können,“ erläutert Maja Imlau, Mitglied der ver.di-Tarifkomission. 

    Um in der Pandemie den Gesundheitsschutz der Kolleg*innen zu gewährleisten, hat ver.di auf eine zentrale Streikkundgebung verzichtet. Stattdessen wurden Streikposten vor den beiden Kraftwerken organisiert, zu denen bewusst nicht öffentlich mobilisiert wurde.

    Warnstreik WaSi 22.03.2021 ver.di Nds-Bremen FB 13 Warnstreik WaSi 22.03.2021  – am Kraftwerk Hafen
    Warnstreik WaSi 22.03.2021 ver.di Nds-Bremen FB 13 Warnstreik WaSi 22.03.2021  – am Kraftwerk Hastedt