Wach-und Sicherheitsdienste

    Tarifrunde WaSi: Verhandlungsergebnis erzielt

    Wach- und Sicherheitsdienste

    Tarifrunde WaSi: Verhandlungsergebnis erzielt

    Tarifrunde WaSi Tarifabschluss ver.di Nds-Bremen FB 13 Tarifrunde WaSi Tarifabschluss

    Nach langer und zäher Auseinandersetzung haben wir ein Tarifergebnis. Ab dem 1. August gibt es für die Beschäftigten der Sicherheitsbranche mehr Lohn: 5,63%, bzw. für GSSK 5,65% in zwei Erhöhungsschritten. Hinzu kommt eine neue Lohngruppe für Tätigkeiten nach dem International Ship and Port Facility Security Code (ISPS) und die Verpflichtungserklärung ab 2023 für die Feuerwehr eine neue Tarifstruktur zu verhandeln.

    Wir wollen ehrlich sein: die Tarifkommission sieht das Ergebnis mit gemischten Gefühlen, denn in der absoluten Höhe haben wir unser Ziel verfehlt. Mit den Streiktagen im Mai konnten wir erreichen, dass der BDSW nach den Warnstreiks im März sein Angebot ein weiteres Mal erhöht. Auch ist der erste Erhöhungsschritt von 2,38% bzw. 2,5% für GSSK über der Grenze von 2%, die der BDSW keinesfalls überschreiten wollte.

    Dass es dennoch nicht mehr geworden ist, liegt – wie in allen Tarifverhandlungen – am Kräfteverhältnis zwischen den Arbeitgebern und uns. Auf der einen Seite ein Arbeitgeberverband, dem wir jeden Cent einzeln aus der Nase ziehen müssen. Und das, obwohl die Branche trotz Corona wirtschaftlich gut dasteht. Weil die Beschäftigten unter Einsatz ihrer Gesundheit tagtäglich auf ihren Posten sind. Wertschätzung sieht anders aus.

    Auf der anderen Seite stehen die Kolleg*innen, die in den Streiks solidarisch alles gegeben haben. Ihr habt jeden Respekt verdient! Aber eben auch diejenigen, die sich nicht an den Streiks beteiligt haben. Sie hätten wir in dieser Tarifrunde gebraucht, um ein besseres Ergebnis zu erreichen. Ohne, dass der Abschluss sich noch weiter nach hinten verschiebt. Die Kolleg*innen, die nicht gestreikt haben, müssen erkennen: auch sie profitieren von den Tariferhöhungen. In folgenden Tarifrunden ist mit ihrer Beteiligung mehr drin.

    Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir ohne Streiks immer noch bei einem Angebot von 15 bzw. 17 Cent Erhöhung für dieses Jahr stehen würden. Alles darüber hinaus wurde erkämpft. Mit der Verhandlungsverabredung für die Feuerwehr und der neuen Lohngruppe für ISPS haben wir unsere Startposition für die kommende Tarifrunde deutlich verbessert und können dann gestärkt angreifen.

    Lasst uns darauf zusammen aufbauen!