Wohnungswirtschaft

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    Wohnungswirtschaft

    „Wir haben mehr verdient!“ - Kundgebungen in Bremen zur Unterstützung der Tarifrunde in der Wohnungswirtschaft

    Unter dem Motto „Wir haben mehr verdient!“ haben Beschäftigte der Wohnungswirtschaft in Bremen am Montag, den 3. August, auf die derzeitigen bundesweiten Tarifverhandlungen aufmerksam gemacht.

    Die Kolleg*innen wollen mit ihrer Aktion ein positives Signal an ihre Tarifkommissionen senden und ihren berechtigten Forderungen nach prozentualen, tabellenwirksamen Steigerungen von Löhnen, Gehältern und Ausbildungsvergütungen Nachdruck verleihen. Dazu bezogen sie vor den Firmensitzen der BREBAU und der GEWOBA in den frühen Morgenstunden mit themenbezogenen Schildern, Transparenten und Fahnen Stellung.

    Hintergrund sind stockende Tarifverhandlungen. Der Arbeitgeberverband AGV hatte sich zunächst geweigert überhaupt zu verhandeln. Nach mittlerweile drei zähen Verhandlungsrunden, ist dieser lediglich zu einer Einmalzahlung im Jahre 2020 bereit.

    Der AGV begründet seine ablehnende Haltung mit den globalen Auswirkungen der Corona-Pandemie, zeitgleich verweist der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW aber auf seine stabile Jahresbilanz.

    „Der GdW bezeichnet die Wohnungswirtschaft zurecht als Stabilitätsanker, wenn die Wohnungsunternehmen Rekordinvestitionen tätigen. Es scheint, dass die Arbeitgeber als Gewinner aus der Krise hervorgehen wollen. Auf Kosten der Beschäftigten.“

    Gewerkschaftssekretär Nils Wolpmann dazu:

    Ulrike Hoßfeld, ehrenamtliches Vorstandsmitglied in ver.di, bekräftigt: „Wie in vielen anderen Branchen, halten auch wir Beschäftigten der Wohnungswirtschaft nicht nur in Zeiten von Corona den Laden am Laufen. Es bleibt dabei, wir haben mehr verdient.“

    Die Aktionen fanden in Zusammenarbeit mit der IG BAU statt, mit welcher ver.di in einer Tarifgemeinschaft auch die Verhandlungen führt.