Bund und Länder

    ver.di kritisiert Landesrechnungshof

    ver.di kritisiert Landesrechnungshof

    Personalabbau geplant

    Die Gewerkschaft ver.di weist den Vorschlag des niedersächsischen Landesrechnungshofes (LRH), bis 2030 insgesamt 26.000 Arbeitsplätze im öffentlichen Landesdienst abzubauen, entschieden zurück.

    „Niedersachsen braucht auch bei abnehmender Bevölkerungszahl ausreichend gut qualifiziertes Personal für einen leistungsfähigen öffentlichen Dienst. Ein Personalabbau nach dem Rasenmäher-Prinzip macht unser Flächenland handlungs- und entwicklungsunfähig“, kritisierte ver.di-Landesleiter Detlef Ahting die heute veröffentlichte Denkschrift des LRH.

    Die Abnahme der Bevölkerung führe nicht gleichzeitig zu weniger Anforderungen im öffentlichen Dienst. Im Gegenteil: Die Aufgaben sind in den letzten Jahren ständig gestiegen. „Wer heute eine demographische Prognose für die nächsten 17 Jahre stellt, muss sich morgen fragen lassen, welche Fehleinschätzungen er möglicherweise getroffen hat“, kommentierte der ver.di-Landesleiter die Denkschrift des LRH. „Wir lassen nicht zu, dass das Land personell ausgetrocknet wird und morgen Personal für wichtige Landesaufgaben fehlt.“ Der Landesrechnungshof müsse sich zudem fragen lassen, ob er hinsichtlich seiner politischen Vorschläge seine Funktion nicht mit der des Bundes der Steuerzahler verwechsele, so Ahting.