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    Bankgehälter unter der Lupe

    Information für Beschäftigte der Deutschen Bank
    Deutschen Bank Info vom 27.11.2015 ver.di Deutschen Bank Info vom 27.11.2015  – Cryan hält viele Bankgehälter für zu hoch

    "Ich glaube, dass die Leute im Bankensektor zu viel Geld verdienen," behauptete der neue Vorstandsvorsitzende der Deutsche Bank, John Cryan, im November 2015 während einer Veranstaltung. Das mag für Vorstände oder Investementbänker in London stimmen, für normale Bankangestellte klingt das nicht ganz verständlich. Tarifgehälter sind über Jahre schon hart erkämpft und reichen nicht an die Abschlüsse bei den Metallern und in der chemischen Industrie heran. Außertarifliche bezahlte Beschäftigte (AT-Angestellte) erleben seit Jahren Nullrunden, ganz abgesehen davon, dass variable Vergütungen seit 2008 heruntergefahren werden.

    Die Frage, ob die Banken aus der Krise gelernt haben ist mithin zu einfach gestellt. Die meisten Kolleginnen und Kollegen erleben nach wie vor ihre Krise beim Blick auf den monatlichen Gehaltscheck. Und auch Cryans Behauptung: "Unsere Gehälter im Back-Office sind zu hoch. Ein Informatiker oder ein Buchhalter verdient bei Banken mehr als in jeder anderen Branche," hält einer kritischen Prüfung nicht stand. Zumal viele Arbeiten dort bereits längst outgesourct wurden. Bankangestellte brauchen gute Gehälter zur Sicherung ihres Lebensstandards. Sie brauchen auch bessere Gehaltsregelungen im AT-Bereich. Zusammen können wir das erreichen.