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    Arbeitgeberangebot 0,85 Prozent

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    Arbeitgeberangebot 0,85 Prozent

    Tarifrunde private und Öffentliche Banken 2016
    Tarifinfo Banken (04/2016) ver.di Tarifinfo Banken (04/2016)  – Arbeitgeberangebot 0,85 Prozent!


    Bankentarifvertrag steht auf der Kippe

    Auch in der dritten Verhandlungsrunde blieben die Arbeitgeber sich treu: Ein Angebot mit einer Null vor dem Komma.

    Dieses ist nicht nur weit entfernt von den von ver.di geforderten 4,9 Prozent. Es liegt auch deutlich unterhalb der Tariferhöhungen in vielen anderen Branchen. Auch für die Mehrheit der Beschäftigten in der Kreditwirtschaft (z.B. Sparkassen, Sparda-Banken, Postbank, verschiedene Servicegesellschaften) gibt es bereits Tarifabschlüsse - z.T. deutlich über 2%.

    WO 2,8 PROZENT DRAUFSTEHT ...

    Die Arbeitgeber legten folgendes Angebot vor:

    • 1.05.2016: 0,0 Prozent
    • 1.10.2016: 0,8 Prozent
    • 1.10.2017: 1,0 Prozent
    • 1.10.2018: 1,0 Prozent

    Genau nachgerechnet: Die in Summe angebotenen 2,8 Prozent entsprechen bei der angebotenen Laufzeit von 36 Monaten einer jährlichen Gehaltssteigerung von lediglich 0,85 Prozent.

    … SIND NUR 0,85 PROZENT DRIN!

    VERBINDLICHE ÜBERNAHMEREGELUNGEN WERDEN ABGELEHNT
    Die von ver.di geforderte verbindliche Übernahmeregelung für Auszubildende wurde zurückgewiesen. Und dies, obwohl viele Institute mit Blick auf die Altersstruktur in den kommenden Jahren auf gut ausgebildete Nachwuchskräfte angewiesen sein werden.

    DER EINSTIEG IN DEN AUSSTIEG AUS DEM BANKENTARIFVERTRAG!?
    Nach 11 Stunden mühsamer Verhandlungen in der dritten Verhandlungsrunde wird immer klarer: Es geht um mehr als nur um eine tarifliche Gehaltserhöhung. Wir spüren eine merkwürdige Interesselosigkeit der Arbeitgeber an diesem Tarifvertrag.

    Das von den Arbeitgebern eingebrachte Angebot ist beispiellos niedrig und respektlos. Die ver.di Tarifkommission will einen solchen Gehaltstarifvertrag nicht abschließen: Wer so etwas akzeptiert, lädt die Arbeitgeber dazu ein, weitere Verschlechterungen am gesamten Flächentarifvertrag durchzusetzen.

    ES BEWEGT SICH NUR ETWAS WENN SIE SICH BEWEGEN
    Bundesweit beteiligten sich in den letzten beiden Wochen tausende Kolleginnen und Kollegen an Streiks und Aktionen.

    Diese haben bereits zu einem Gehaltsangebot geführt – wenn auch noch zu keinem akzeptablen.

    Es ist ein letzter Verhandlungstermin für den 12.7.2016 vereinbart.

    Die ver.di-Tarifkommission hat weitere Streiks für die nächsten Tage beschlossen.

    Jetzt kommt es auf jede Einzelne und jeden Einzelnen an:
    Beteiligen Sie sich an den Streiks und sprechen Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen auf eine Teilnahme an.