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    Strategie 2020: "Der Vorstand denkt nur an die Aktionäre - Wer …

    Finanzdienstleistungen

    Strategie 2020: "Der Vorstand denkt nur an die Aktionäre - Wer denkt eigentlich an uns?"

    Information für Beschäftigte der BCB AG, Postbank Direkt, Postbank Service, BHW KSG
    Information für Beschäftigte der Deutschen Bank vom 09.11.2015 ver.di Deutschen Bank Info vom 09.11.2015  – Strategie 2020

    Das sagen im Moment Viele. Die Beschäftigten sollen „die Suppe auslöffeln“, die ihnen das Management eingebrockt hat. Auch dafür, dass Milliardensummen für Rechtsstreitigkeiten rund um den Globus ausgegeben werden müssen. Werden die dafür Verantwortlichen eigentlich zur Rechenschaft gezogen?

    Strategie 2020 heißt: jeder sechste Arbeitsplatz in der Inlands-AG steht auf der Kippe.

    200 Filialen sollen geschlossen werden, die Anzahl der Regionalgebiete wird reduziert. Das alles bedeutet Verunsicherung, Zukunftsangst, noch mehr Leistungs- und Vertriebsdruck, Reputationsschäden bei den Kunden …

    In den letzten Tagen hört man: „Das lassen wir nicht mit uns machen …“, „so geht man nicht mit den Beschäftigten um …“ oder „jetzt müssen wir uns zur Wehr setzen …“.

    Dabei geht es darum, wie man die persönliche Betroffenheit (Angst, Wut, Frust, Enttäuschung) in gemeinsames Handeln umsetzen kann. Es müssten Forderungen für die nächste Zeit formuliert werden:

    • Kündigungsschutz
    • keine Einkommensverluste
    • Freiwilligkeit bei personellen Maßnahmen
    • Begrenzung von Arbeitsbelastung - Schutz der Gesundheit

    Bedeutung der Gewerkschaft
    ver.di unterstützt Betriebsräte und Belegschaften, die den Kurs der Bank ablehnen und dies auch wirksam artikulieren möchten. ver.di unterstützt Betriebsräte und Belegschaften bei der Formulierung und Durchsetzung von arbeitnehmerorientierten Forderungen. Gute Ideen zu haben, ist das Eine, sie durchzusetzen, oft was anderes. Die Durchsetzung von Forderungen hängt davon ab, wie gut eine Belegschaft aufgestellt ist und ob der Arbeitgeber die Belegschaft auch so wahrnimmt. Ein solches Vorgehen war bei der Deutschen Bank bisher nicht üblich. ver.di unterstützt Betriebsräte und Belegschaften, wenn es in den einzelnen Betriebseinheiten eine nennenswerte Anzahl von ver.di-Mitgliedern gibt, die Unterstützung wollen. Auch das war in vielen Betrieben der Deutschen Bank bisher nicht üblich …

    Vertreter der Bank haben bei der Betriebsräteversammlung (04.11. bis 06.11.) erklärt, die Bank möchte keinen Kündigungsschutz vereinbaren, weil es in der vergangenheit zu keinen Kündigungen gekommen ist.

    Möglichkeiten der Gewerkschaft
    Eine der „Kernkompetenzen“ von ver.di ist das Austragen von Konflikten in der Arbeitswelt – wenn das die Beschäftigten wollen. Wir haben Erfahrung bei betrieblichen und überbetrieblichen Aktionsformen, um Arbeitgeberverhalten zu beeinflussen. Wir kennen uns aus mit Öffentlichkeitsarbeit und haben Medienkontakte. Und nicht zuletzt:

    ver.di stellt Finanzmittel zur Verfügung, damit diese Konflikte ausgetragen werden können – sofern es ver.di-Mitglieder gibt.

    Art und Umfang eines ver.di-Engagements hängen von der Anzahl der Gewerkschaftsmitglieder ab. Deutschlandweit sind bisher weniger als 5 % der Deutsche Bank-Belegschaft ver.di-Mitglied.

    Bei der Postbank sind mittlerweile mehr als 75 % der Belegschaft ver.di-Mitglied. Dort konnte im Frühjahr – nach harten Auseinandersetzungen – ein tariflicher Kündigungsschutz durchgesetzt werden.

    Das kann auch ein erstrebenswertes Ziel für die Beschäftigten der Deutsche Bank AG sein.