Fachgruppe 5

    Covid-19-Infektion als Dienstunfall

    Feuerwehr Niedersachsen/Bremen

    Covid-19-Infektion als Dienstunfall

    Die Corona-Pandemie beeinflusst nun schon mehr als einem Jahr unser privates und berufliches Leben ganz erheblich.
    Feuerwehr WikiImages Covid-19-Infektion als Dienstunfall  – Feuerwehr Niedersachsen/Bremen


    Die Berufsfeuerwehren und die hauptamtlichen Wachbereitschaften in Niedersachsen sind von Anfang an in vorderster Front mit dabei, dies trifft besonders auf den Rettungsdienst zu, aber auch in allen anderen Bereichen stellt uns diese Pandemie vor große Herausforderungen. Trotz aller inzwischen eingeführten Schutzmaßnahmen sind dabei Infektionen mit Covid-19 im Dienst nicht gänzlich auszuschließen, selbst bei einer simplen Trageunterstützung ist es bei einem Feuerwehrmann zu einer Infektion gekommen! Sollt dies passieren oder der Verdacht bestehen, dass es zu einer Infektion mit Covid-19 im Dienst gekommen ist, solltet Ihr folgende Hinweise unbedingt beachten.


    Im Gegensatz zu Beschäftigten, die über die Gesetzliche Unfallversicherung (GUV) abgesichert sind, greift für Beamt*innen die Dienstunfallfürsorge ihre Dienstherren. Im Moment gibt es in Niedersachsen kein einheitliches Vorgehen der Kommunen in Bezug auf Covid-19 Infektionen, letztendlich entscheidet jede Kommune nach eigenen Grundsätzen. Soweit uns bekannt ist, wurden inzwischen entsprechende Anträge sowohl anerkannt als auch abgelehnt.

    Da die Anerkennung als Dienstunfall erhebliche Auswirkungen auf die Absicherung der Betroffenen und unter Umständen auch der Angehörigen hat, solltet Ihr bei dem Verdacht auf eine Infektion unbedingt eine Dienstunfallanzeige (Beamte) oder Unfallanzeige (Beschäftigte) schreiben und einen Arzt, wenn möglich den arbeitsmedizinischen Dienst der jeweiligen Dienststelle oder den Hausarzt aufsuchen.
    Nur so lässt sich einen Dienstunfall zweifelsfrei dokumentieren. Wenn die Anerkennung als Dienstunfall verweigert wird, könnt Ihr innerhalb von vier Wochen Einspruch einlegen. Ver.di-Mitglieder haben dabei Anspruch auf Rechtschutz durch unsere Gewerkschaft.

    Bei Problemen wendet Euch gern auch an Eure ver.di-Vertrauensleute und die örtlichen Personalräte.

    Kompetent und aktiv für EUCH vor ORT

    ver.di, die Feuerwehrgewerkschaft.

    Bleibt Gesund und passt auf Euch auf!