Aufsteh'n für die Kita

    Aufsteh'n für die Kita.

    Aufsteh'n für die Kita.

    Die Rahmen- und Arbeitsbedingungen in den Kindertagesstätten müssen verbessert werden. Die pädagogischen Fachkräfte müssen entlastet werden. So die Meinung von ver.di. Deswegen kämpfen wir für Verbesserungen im Kita-Gesetz und für bessere Arbeitsbedingungen in jeder Einrichtung.
    Deswegen wollen wir in den Kitas mehr Personal und mehr Zeit für die pädagogische Arbeit.
    Gemeinsam aufsteh‘n für die Kita ist unsere Richtschnur.

    Wir wollen etwas erreichen:

    Dabei geht es um uns. Und um die Kinder. Wir wollen nicht, dass unsere Arbeit uns krankmacht und wir nicht gesund das Rentenalter erreichen. Wir wollen aber auch nicht, dass wir unsere pädagogischen Ansprüche nicht erfüllen und den Kindern nicht gerecht werden können, weil wir zu wenige sind.

    Mittlerweile glaubt man uns, dass es in den Kindertagesstätten zu wenig Personal gibt. Wir sind lauter geworden, aber man hört nicht auf unsere guten Argumente. Es gelingt uns bisher nur in geringem Maße, unsere Arbeitsbedingungen anzuprangern.
    Man klopft uns zwar auf die Schultern, hat warme Worte für uns übrig, aber sie nutzen uns immer weiter aus. Die Arbeitsbelastung und die Anforderungen an die pädagogischen Fachkräfte sind stark gestiegen. Die Rahmenbedingungen haben sich jedoch nicht verändert: weder wurden die Gruppen kleiner noch wurde der Personalschlüssel verbessert oder die Vorbereitungszeiten oder Zeit für Leitungsaufgaben erhöht.

    Das lassen wir uns nicht länger gefallen. Wir Kita-Beschäftigte wollen das ändern. ver.di ruft euch deshalb zur Teilnahme an unserem Projekt „Aufsteh‘n für die Kita“ auf.

    Wir haben einen Plan:

    • Wir wollen mit Informationen, Veranstaltungen und Aktionen für mehr Öffentlichkeit und mehr Aufmerksamkeit für unsere Anliegen sorgen.
    •  Wir wollen Grenzen setzen und auch mal „nein“ sagen. Wir wollen nicht länger die Lücken auf Kosten unserer Gesundheit und zu Lasten der pädagogischen Qualität stopfen.
    • Wir wollen konkrete Verbesserungen bei den an unserem Kita-Projekt beteiligten Kommunen, Trägern und Kindertagesstätten erreichen.

    Was wir fordern:

    Nie allein in der Gruppe!
    Besserer Personalschlüssel!
    Mehr Zeit für unmittelbare pädagogische Arbeit, Vorbereitungszeit und Leitungstätigkeit!
    Weniger Zusatztätigkeiten, die mit der pädagogischen Arbeit nichts zu tun haben!

     Was sind die nächsten Schritte, damit das klappt?

    • Informiert Eure Kolleg*innen und nehmt Kontakt zu anderen Kitas in Eurer Umgebung auf und informiert sie über unser Projekt. 
    • Wir schließen uns zusammen und bilden Kita-Räte – regional und landesweit. 
    • Die Beschäftigten bestimmen mind. eine*n Kita-Delegierte*n. Sie oder er übermittelt die Meinungen, Fragen und Diskussionsergebnisse an den Kita-Rat. Die Kita-Delegierten diskutieren und entscheiden in den regionalen Kita-Räten und in Zusammenarbeit mit dem landesweiten Kita-Rat, welches die nächsten Maßnahmen sind. 
    • Führt in eurer Einrichtung das „Kita-Tagebuch“. Dieses soll aufzeigen, welche Auswirkungen Zeit- und Personalmangel haben, z.B. dass Pausen nicht genommen werden können, pädagogische Angebote ausfallen mussten oder Vorbereitungszeit wegfällt. Das Tagebuch ist ein Baustein unseres Projektes und soll die Arbeitsbedingungen und Belastungen deutlich machen. Das Tagebuch gibt‘s von uns. Start: Ende August. Einstieg und Teilnahme auch später möglich.

    Werde Kita-Delegierte/r in deiner Einrichtung

    Du möchtest Kita-Delegierte/r werden und aktiv im Kita-Rat Deiner Region dabei sein? Du willst helfen, dass unsere Infos in die Einrichtung kommt und die Meinung aus Deiner Kita den Kita-Rat erreichen?
    Du bist der Kontakt zwischen Kita-Rat und Kolleg*innen in der Einrichtung. Du entscheidest und redest bei der Planung von möglichen Aktionen deines Kita-Rates mit. Interesse? Wende dich an joern.kroppach@verdi.de oder katja.wingelewski@verdi.de

    Und was noch?

    Setzt euch mit ver.di oder Eurem Kita-Rat in Verbindung, fragt nach den derzeit aktuellen Plänen, regionalen Aktionen und Materialien. Schließt euch einer starken Gemeinschaft an. Gemeinsam erreichen wir mehr.
    Macht Zeit- und Personalnot sichtbar, sprecht im Team und mit Kolleg*innen über eure Erfahrungen im Alltag. Sprecht mit Eltern darüber, was möglich wäre, wenn ausreichend pädagogische Fachkräfte und Zeit vorhanden wären.
    Schließt euch in euren Teams zusammen und beratet, an welchen Aktionen ihr euch beteiligt. Das hat Signalwirkung innerhalb der Kita und des Trägers, aber auch auf die Politik.

    Nehmen wir die Politik beim Wort, die angekündigten und dringend notwendigen Verbesserungen der Rahmenbedingungen endlich im Kita-Gesetz zu beschließen und umzusetzen.

    Und geben wir die Verantwortung dorthin zurück, wo sie hingehört: an die Arbeitgeber. Indem wir Gefährdungsanzeigen schreiben, uns an unsere Interessensvertretung wenden, Beschwerden formulieren und uns vornehmen, gemeinsam Grenzen zu setzen, Schritt für Schritt. ver.di und die Kita-Räte unterstützen euch mit Materialien und Beratung und geben euch die Möglichkeit, eure Aktionen mit anderen zu koordinieren – gemeinsam werden wir besser gehört!

    Beteiligt euch an unseren Aktionstagen.
    Regelmäßig finden Aktionstage statt, an denen einzelne Beschäftigte oder noch besser ganze Kitas aktiv werden können.

     

    Infos und Kontakt:
    joern.kroppach@verdi.de (0421-3301 107) und katja.wingelewski@verdi.de (0511-12400 284)
    facebook.com/verdi.SuE
    aufstehn-kita.verdi.de