Tarif SuE

    Elterninfo

    September 2015

    Elterninfo

    Liebe Eltern, liebe Bürgerinnen und Bürger,

    wir setzen uns mit unserer Arbeit jeden Tag engagiert dafür ein, gute Lebengrundlagen für alle Kinder zu gestalten, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, Chancengerechtigkeit zu fördern, in Krisensituationen zu unterstützen und vieles mehr.
    Eine Erzieherin bspw. unterstützt in ihrem Erwerbsleben von rund 40 Jahren mehrere tausend Kinder und ihre Bezugspersonen und hat damit auch die Weichen für die spätere Entwicklung gestellt.
    Uns ist eine fachlich-professionelle Arbeit für und mit ihren Kindern, für sie als Eltern, Angehörigen und Bezugspersonen wichtig und von zentraler Bedeutung. Dazu brauchen wir gute Rahmenbedingungen, ausreichend Zeit, qualifiziertes Personal, gute Ausbildungsqualität und regelmäßige Weiterbildungen.

    Wir haben für eine echte Aufwertung, mehr als nur eine Gehaltserhöhung, der Sozialund Erziehungsberufe gestreikt.

    Die von den Schlichtern ausgesprochene Einigungsempfehlung im Sozial- und Erziehungsdienst wurde mit deutlicher Mehrheit von uns betroffenen Arbeitnehmer/innen abgelehnt, da sie aus unserer Sicht keine Aufwertung aller Sozial- und Erziehungsberufe bedeutet.
    In den Medien wird immer von einer durchschnittlichen Erhöhung von 2 bis 4,5 Prozent durch den Schlichterspruch gesprochen. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn die Erhöhungen fallen sehr unterschiedlich aus. So ist eine Entgelterhöhung von 33 Euro für junge Erzieher/innen keine Aufwertung – genauso wenig wie die fehlende Anerkennung von Berufserfahrung. Für die meisten Sozialarbeiter/innen sah der Schlichtungsvorschlag gar nichts vor. Lediglich für einige wenige Leitungskräfte wurden höhere Entgeltgruppen und damit eine Aufwertung vorgeschlagen.

    Liebe Eltern, liebe Bürgerinnen und Bürger,
    zwischen Forderung und Abschluss steht immer ein Kompromiss, das ist klar! Wir wünschen uns ein tragfähiges Tarifergebnis, welches am Verhandlungstisch erreicht wird.Aber dafür müssen die Arbeitgeber uns Beschäftigten entgegenkommen, damit eine Einigung ohne Streik möglich wird.

    Wenn es kein verändertes Angebot gibt, werden wir weiter aktiv für eine Aufwertung unserer Arbeit eintreten.

    Wir wissen, Sie als Eltern haben ihre Möglichkeiten während des Streiks weitgehend ausgeschöpft, ihre Kinder selbst oder woanders zu betreuen und geraten immer mehr unter Druck, wenn die Kitas weiter streiken.
    Wie wichtig frühe Bildung und soziale Arbeit für die Zukunft unserer Gesellschaft ist, wird auch von den Bürgermeistern in den Kommunen und Politikern aller Parteien immer wieder hervorgehoben. Doch wertschätzende Worte sind nicht genug!

    Noch ist ausreichend Zeit, einen weiteren Streik zu verhindern.
    Fordern Sie die Kommunalpolitiker, Bürgermeister und Oberbürgermeister ihrer Kommune deutlich auf, alles für eine Befriedung der Auseinandersetzung zu tun. Auch in den Arbeitgeberverbänden entscheiden die Mitglieder, also die kommunalen Arbeitgeber.

    Danke für Ihre Unterstützung!