Solidarität mit den Streikenden

    Der Personalrat - Verwaltung - bei der Senatorin für Bildung …

    Der Personalrat - Verwaltung - bei der Senatorin für Bildung und Wissenschaft

    Freie Hansestadt Bremen

    Unterstützung im Arbeitskampf
    der Gewerkschaft ver.di zur Aufwertung des
    Sozial- und Erziehungsdienstes

     

    An den
    Präsidenten des Senats
    Herrn Bürgermeister Jens Böhrnsen

    Sehr geehrter Herr Böhrnsen,

    Sie haben es in der Hand, den Tarifkonflikt zur Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes zu beenden!

    bitte setzen Sie sich bei ihrem kommunalen Arbeitgeberverband dafür ein, dass endlich ein Angebot vorgelegt wird, das eine echte Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes ermöglicht. Sie haben es als kommunaler Arbeitgeber und Kommunalpolitiker/-Innen in der Hand, den Streik zu beenden.

    Als Personalrat-Verwaltung bei der Senatorin für Bildung und Wissenschaft sprechen wir für 320 Kolleginnen und Kollegen. Wir möchten Sie informieren, dass wir solidarisch an der Seite der streikenden Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst stehen. Unsere Kolleginnen und Kollegen sind Eltern, Großeltern, Geschwister, Onkel und Tanten oder auch nur Nachbarn. Wir alle wissen die Arbeit zu schätzen, die Erzieherinnen an Kitas und Ganztagsschulen, Sozialpädagogen und Sozialarbeiterinnen im Allgemeinen Sozialdienst, unter anderem mit Verantwortung für das Wohl von Kindern und Jugendlichen, Jugendgerichtshelfer, Lebens- und Konfliktberaterinnen, Heilpädagogen und Fachkräfte zur Arbeits- und Berufsförderung in der Behindertenhilfe sowie Erzieherinnen und weiteren Beschäftigten in Krankenhäusern, (Kinder- und Jugend-) Psychiatrien und Reha-Einrichtungen leisten. Deren Arbeit hat sich in den letzten 20 Jahren grundlegend geändert. Bildungsprogramme, neue pädagogische Inhalte, Sprachförderung, Begabungsförderung, Integration, Inklusion, Kinderarmut und vieles mehr sind hinzugekommen. Was sich in all den Jahren nicht wirklich geändert hat ist ihre Eingruppierung und Bezahlung, d.h. sie haben ein Vielfaches an Aufgaben hinzubekommen.

    Die überwiegende Mehrheit dieser Beschäftigten ist weiblich, insofern geht es nicht nur um die materielle Anerkennung der in den letzten Jahren deutlich gewachsenen Verantwortung, sondern auch um die tarifliche Aufwertung „klassischer“ Frauenberufe.

    Die Beschäftigten bei der Senatorin für Bildung und Wissenschaft wissen, dass der Streik der Kolleginnen und Kollegen im Sozial- und Erziehungsdienst auch ihnen dienen wird. Denn es geht zum einen um eine gerechte Entlohnung. Es geht aber auch um die Qualität der Kinderbetreuung. Und dass wir in Deutschland einen Nachholbedarf bei der ordentlichen Kinderbetreuung haben, ist offenkundig. Und ebenso offenkundig ist, dass die Bezahlung nicht stimmt. Wer gute Arbeit leistet, der muss auch gut bezahlt werden!

    Mit freundlichen Grüßen
    Anke Haskamp
    - Vorsitzende –