ver.di vor Ort

    ver.di fordert Tarifvertrag über sozialverträgliche Regelungen …

    ver.di fordert Tarifvertrag über sozialverträgliche Regelungen für die neue Region Süd-Ost

    Seit September 2012 ist es beschlossene Sache: die Politik in den Landkreisen Göttingen, Northeim und Osterode wollen mit Beteiligung der Stadt Göttingen eine gemeinsame Region/Landkreis bilden und fusionieren.

    Großkreis Göttingen - Nur mit Tarifvertrag Lothar Richter

    Die damit verbundenen vielfältigen Veränderungen, in Form von Aufgabenverlagerungen-, und -verschiebungen werden Auswirkungen sowohl auf die Beschäftigten wie auf die Menschen, die in dieser Region leben,  haben.

    Wir sind der Meinung, dass durch eine Fusion der öffentliche Dienst nicht auf ein Minimum zusammengespart werden darf. Und uns ist wichtig, dass die Beschäftigten nicht auf der Strecke bleiben. Um auf diesen Prozess Einfluss zu nehmen brauchen wir einen Tarifvertrag.

    ver.di hat die Arbeitgeber der Landkreise Göttingen, Northeim und Osterode und Stadt Göttingen zu Tarifverhandlungen aufgefordert.

    Sebastian Wertmüller, der Geschäftsführer des ver.di-Bezirkes Region Süd-Ost-Niedersachsen dazu:
    „Die Personalräte begleiten den Fusionsprozess bisher konstruktiv. Dafür erwarten sie vernünftige Regelungen zum  Schutz aller Beschäftigten. Ein gemeinsam ausgehandelter Fusionstarifvertrag bietet dazu die besten Vorrausetzungen.“

    Genauso wichtig ist ver.di, dass in diesem Prozess der öffentliche Dienst gestärkt wird, dass bürgernahe und kundenfreundliche Dienstleistungen angeboten werden.Die Bürgerinnen und Bürger dürfen nicht als Verlierer der Fusion dastehen, sondern das Leben auch in dieser GroßRegion  muss lebenswert für die Menschen sein.

    Aus 3+1 wird 2+0?

    Die ver.di-Tarifkommissionsmitglieder der Stadt Göttingen, des Abfallzweckverbandes, des Landkreises Osterode und des Landkreises Göttingen haben sich am 27.05.2013 getroffen, um über mögliche Fusionsauswirkungen und notwendige Regelungen in einem Tarifvertrag zu diskutieren. Die offiziellen Fusionsverhandlungen werden zurzeit zwischen den Landkreisen Göttingen und OHA geführt, nachdem der Landkreis Northeim entschieden hat, sich an einer Fusion nicht mehr zu beteiligen. Die Verwaltungsleitung der Stadt Göttingen geht davon aus, dass tarifliche Regelungen die Beschäftigten der Stadt nicht betreffen würden. Wir als ver.di-Tarifkommission sehen das anders:

    Die Fusion geht uns alle an!

    Die Stadt Göttingen ist mit dem Gesundheitsamt, der Betreuungsstelle und dem Versicherungsamt und den Göttinger Entsorgungsbetrieben ebenso direkt betroffen wie der Abfallzweckverband der Landkreise. Wichtige Fragestellungen, wie die unterschiedlichen Arbeitsbereiche im Rahmen einer Fusion neu strukturiert werden sollen, sind noch nicht sehr klar. Vermutet werden kann jedoch, dass im Hintergrund im neuen Arbeitsausschuss (der ohne Einbindung von Personalräten und ver.di stattfindet) bereits Weichen gestellt werden, um dann schnell handlungsfähig zu sein. Bis jetzt wurde mit Hochdruck nur am Gebietsänderungsvertrag und am Entschuldungsantrag gearbeitet, damit in den Kreistagen (OHA 26.08. + GÖ 28.08.) die Fusion endgültig verabschiedet werden kann. Hierzu war die Erstellung des Finanztableaus (prozentuale prognostische Erfassung der Einsparpotentiale in allen Bereichen mit dem Ziel eines ausgeglichenen Haushalts) notwendig, das im Vorfeld vom Land als Bedingung für die Bewilligung des Entschuldungsantrages gestellt wurde.