ver.di vor Ort

    Gleiche Arbeit – gleicher Lohn

    ver.di-Vertrauensleute im Jobcenter der Stadt Salzgitter

    Gute Arbeit im Jobcenter Gleiche Arbeit – gleicher Lohn

    Die gemeinsamen Einrichtungen, vorher Arbeitsgemeinschaften, bestehen zum 31.12.2014 insgesamt 10 Jahre. Gesetzliche Veränderungen gab es viele, insbesondere die gesetzliche Zuweisung. Die Politik hat vieles über das SGB II bestimmt, nur die unterschiedliche Gehaltssituation wurde, mit der Begründung der Tarifautonomie, ausgeklammert.

    Die verantwortungs- und anspruchsvolle Tätigkeit in den Jobcentern erfordert qualifiziertes und hochmotiviertes Personal. Die Kolleg/innen haben den Anspruch einen guten Job zu machen. Die Beschäftigten erwarten berufliche Entwicklungsmöglichkeiten, Perspektiven und eine gerechte Bezahlung. Es ist jedoch so, dass kommunale Beschäftigte häufig weniger Geld für die gleiche Arbeit bekommen als ihre Kolleg/innen aus der BA. Das ist ungerecht und wird durch den 13. Änderungstarifvertrag zum TV-BA nochmals verschärft.

    Die Personalräte in den Jobcentern fordern zu Recht gleichen Lohn für gleiche Arbeit – gemeint ist eine Erhöhung für die Benachteiligten. Die Forderung nach gleichem Entgelt richtet sich an die Tarifpartner und ist mit der Aufforderung verbunden, dass sich die Beschäftigten gewerkschaftlich organisieren. Denn Tarifverhandlungen werden nur von den Tarifvertragsparteien geführt und nicht von den Personalräten. Tarifpartner für die kommunal Beschäftigten sind die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und die Gewerkschaften.

    Zur Info: die VKA hat das Ansinnen der Gewerkschaft ver.di, tarifliche Regelungen für die kommunal Beschäftigten zu verhandeln, abgelehnt. Die Kommunen sehen keine Veranlassung für eine Angleichung der Einkommen.

    Was bedeutet das jetzt? Alles bleibt wie gehabt?
    Am 18.11.2014 wurde im Gewerkschaftshaus Salzgitter die Situation der Beschäftigten im JC dargestellt. Es wurde diskutiert, wie die ungleichen Bedingungen angeglichen werden können und insbesondere auf die unterschiedlichen Wünsche und Vorstellungen der Kolleg/innen eingegangen. Auf der Personalversammlung am 03.12.2014 wurde das Thema durch die Gewerkschaftsvertreterin von ver.di erneut aufgegriffen und die Rolle der Gewerkschaften verdeutlicht.

    Fakt ist: es ist richtig eine Angleichung der Einkommen auf das bessere Niveau zu fordern. Fakt ist: die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände lehnen dieses ab. Fakt ist auch: Appelle werden nicht ausreichen, die Ungerechtigkeiten im Jobcenter zu beseitigen. Man muss schon aktiv werden und selbst etwas tun - der Beitritt in die Gewerkschaft wäre der erste Schritt. Denn das stärkt die Verhandlungsmacht der Gewerkschaften und gibt unseren Forderungen den notwendigen Nachdruck. Trotzdem muss es uns bewusst sein, dass wir uns auf eine längerfristige Auseinandersetzung einstellen müssen.

    Wenn die Arbeitgeberseite spürt, dass die Unzufriedenheit der Beschäftigten in den JC groß ist und sich die Mehrheit für eine Verbesserung einsetzt, können wir gemeinsam etwas bewegen. Denn klar ist auch: nur mit motivierten Beschäftigten ist die gute und engagierte Arbeit in den Jobcentern weiter zu gewährleisten. Hierzu gehören auch faire Arbeits- und Einkommensbedingungen!

    Wir in ver.di setzen uns aktiv für die Verbesserung der Bedingungen der Beschäftigten, egal ob Kommunal oder BA, im JC ein. Mach mit – es lohnt sich!