ver.di vor Ort

    ver.di stellt sich gegen Privatisierungspläne in Celle

    Vor Ort

    ver.di stellt sich gegen Privatisierungspläne in Celle

    Plakat Demo ver.di Celle ver.di

    Die Gewerkschaft ver.di macht sich große Sorgen um die Sicherheit sowie die Qualität der Arbeitsplätze bei der Stadt Celle. Die verschiedenen Vorschläge der Celler Parteien sehen Einschnitte für die Beschäftigten vor und mittel- und langfristig auch für die Bürgerinnen und Bürger.

    Die Gewerkschaft ver.di zeigt sich sehr zufrieden mit der Beteiligung von Beschäftigten der Stadt Celle bei der Mittagspausenaktion gegen Privatisierungspläne. Rund 150 Beschäftigte dokumentierten auf dem Großen Plan ihren Unmut zum Thema Privatisierung.

    Michael Patschkowski, Gewerkschaftssekretär im Fachbereich Gemeinden bei ver.di, hat großes Verständnis dafür, dass die Kommunen finanziell in der Klemme stecken. Das ist nicht gottgegeben, sondern die Politik hat dafür gesorgt, dass insbesondere die sozialen Aufgaben im kommunalen Bereich permanent gestiegen seien. Die entsprechenden erhöhten Mittel seien aber parallel nicht geflossen, deswegen sei diese Unterfinanzierung strukturell bedingt.

    “Wir sind ganz eng an der Seite der Kommunen, wenn es darum geht, für eine bessere Ausstattung der Kommunen zu streiten. Wir waren diejenigen, die schon seit langem einen Rettungsschirm für Kommunen gefordert haben. Eine vernünftige öffentliche Infrastruktur macht das Leben in den Kommunen erst lebenswert”, so Patschkowski. ”Wir suchen jetzt den Kontakt mit den Celler Parteien, um hier ins Gespräch zu kommen.
    Privatisierung und Ausgliederung sind rückwärtsgewandte Modelle. In anderen Kommunen ist man derzeit dabei, solche Fehlentscheidungen mühsam wieder rückgängig zu machen. Egal wer immer da seine Dienste anbietet, es wird niemand machen ohne die Absicht, damit einen wirtschaftlichen Gewinn zu erzielen, und das Tafelsilber lässt sich bekanntlich auch nur einmal verkaufen. Dann ist dieser Entlastungseffekt dahin”, ist Patschkowski überzeugt.

    “Scheinbar ist die Debatte jetzt von uns aus angestoßen worden. Bei Bedarf können wir auch noch nachlegen,“ sagt Michael Patschkowski von der ver.di.