Krankenhäuser

    Einigung in letzter Minute

    UMG-Klinikservice GmbH

    Einigung in letzter Minute

    Durchbruch bei Tarifverhandlungen

    Vorbehaltlich der Zustimmung durch die zuständigen Gremien ist am Dienstag, den 11. Dezember, eine Einigung im Tarifkonflikt an der UMG Klinikservice GmbH erzielt worden.

    Der Durchbruch gelang, nachdem die Arbeitgeberseite auf die Forderung der ver.di-Tarifkommission nach besseren Löhnen und einer Entgelttabelle mit drei sogenannten Erfahrungsstufen einging.
    Neben deutlichen Lohnerhöhungen (in den unteren Lohngruppen zwischen 18% und 28%) wurden weitere Verbesserungen in der Eingruppierung, bei Arbeitszeit, Urlaub und Zuschlägen vereinbart.
    Am heutigen Mittwoch, den 12. Dezember, haben deshalb die in ver.di organisierten Beschäftigten der Uni-Tochterfirma beschlossen, den für Mo. /Di. nächster Woche angekündigten Streik auszusetzen.

    Anna Loi und Tanja Pfahlert, zwei Beschäftigte aus der Reinigung, erklären:
    „Wir sind stolz auf das Erreichte! Auch wenn es uns nicht gelang, die Anwendung des Tarifvertrages der Länder (TVL) für die Beschäftigten der UMG-Klinikservice GmbH durchzusetzen, so sind die nun vereinbarten Lohnerhöhungen wirklich gut.“

    Doreen Seifert aus der Wäscherei ergänzt:
    „Wir haben uns Respekt verschafft und gezeigt, wie wichtig alle MitarbeiterInnen in der Uniklinik sind! Die vereinbarten Verbesserungen sind ein großer Schritt in Richtung Angleichung der Arbeitsbedingungen an die der Alt-Beschäftigten.“

    Die Tarifauseinandersetzung in der UMG-Tochterfirma zog sich seit Monaten hin. Zuletzt wurde Ende Oktober und Anfang November gestreikt.

    Patrick von Brandt, zuständiger Fachsekretär bei ver.di Göttingen erklärt:
    „Auch wenn wir die Spaltung in eine zwei-Klassen-Belegschaft noch nicht überwinden konnten, so wurden doch erhebliche Verbesserungen und deutliche Lohnsteigerungen vereinbart. Der gefundene Kompromiss ist somit ein großer Schritt in Richtung Angleichung der Arbeitsbedingungen an die der Alt-Beschäftigten.
    Die Beschäftigten haben sich mit ihrem entschlossenen Arbeitskampf Respekt verschafft. Ein besonderer Dank geht auch an die zahlreichen UnterstützerInnen aus Politik und Gesellschaft, die diesen Erfolg mit ermöglicht haben.“