Großhandel

    Arbeitgeberangebot reicht nicht

    Tarifrunde Großhandel

    Arbeitgeberangebot reicht nicht

    ver.di hat in der Tarifrunde für den Groß- und Außenhandel Niedersachsen ein erstes Arbeitgeberangebot als völlig unzureichend zurückgewiesen. Das Angebot wurde in der zweiten Verhandlungsrunde am heutigen Freitag, 2. Juni, in Hannover unterbreitet.

    Das Angebot der Arbeitgeber sieht vor: Erhöhung der Einkommen und Ausbildungsvergütungen um 1,4 Prozent und weitere 1,2 Prozent im Zeitraum von 24 Monaten.

    „Angesichts guter Unternehmensgewinne ist das Angebot eine Respektlosigkeit gegenüber den Beschäftigten“, kritisiert ver.di Verhandlungsführer David Matrai. „Die angebotenen Erhöhungen gleichen nicht einmal die Preissteigerung aus“, so der ver.di Vertreter weiter. „Wer so ein Angebot vorlegt, provoziert weitere betriebliche Aktionen und Streiks.“

    Parallel zur heutigen Tarifverhandlung waren bereits die Beschäftigten des Pharmahändlers Sanacorp in Hannover in einen ganztägigen Streik getreten, um den Forderungen nach deutlichen Einkommenserhöhungen Nachdruck zu verleihen.

    Die nächste Verhandlung wurde für den 20. Juni 2017 in Hannover vereinbart.

    ver.di fordert für die über 110.000 Beschäftigten im Groß- und Außenhandel Niedersachsens eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 5,7 Prozent ab 1. Mai 2017. Die unteren Einkommen sollen zusätzlich angehoben werden. Für die Auszubildenden will ver.di 80 Euro pro Monat mehr. Zudem sollen ver.di Mitglieder einen einmaligen Zuschuss zur Altersvorsorge durch die Arbeitgeber erhalten. Für den neuen Tarifvertrag fordert ver.di eine Laufzeit von 12 Monaten. Von der Tarifrunde betroffen sind über 110.000 Beschäftigte im Groß- und Außenhandel Niedersachsens. Dazu zählen etwa der Lebensmittelgroßhandel (darunter Metro C&C) und die Pharmalieferanten der Apotheken.

    Für Rückfragen:
    David Matrai, ver.di Verhandlungsführer
    Mobil: 0175 2240 783