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    Neuer Kahlschlag bei Madsack an der Ostseeküste

    Neuer Kahlschlag bei Madsack an der Ostseeküste

    Mitarbeitern der Ostsee-Zeitung und Lübecker Nachrichten , die schon vor Madsacks Zeiten durch die Bildung eines gemeinsamen Redaktionsnetzwerkes herbe Einschnitte erlebten, droht jetzt weiterer Personalabbau. Bei der Ostsee-Zeitung sollen 50 Stellen abgebaut oder in tariflich nicht gebundene Tochtergesellschaften ausgegliedert werden. Betroffen sind diverse Verlagsabteilungen, die Technik sowie die Anzeigenerfassung. Auch bei den Lübecker Nachrichten erwartet Arbeitnehmern der Jobverlust. Denn an beiden Standorten sollen insgesamt 30 Stellen gestrichen sowie weitere 35 Arbeitsplätze in Madsack-Töchter ausgegliedert werden. Bereits wenige Monate zuvor hatte Madsack angekündigt, Stellen in den Redaktionen abzubauen und sich in der Folgezeit von einer Reihe von Redakteuren getrennt oder Vorruhestandsvereinbarungen getroffen.

    Die Wut und Empörung der Mitarbeiter gegen die erneuten Sparpläne ist groß, schreibt die Agentur Meedia. Vor allem in Rostock, da sich die Zeitung hier wirtschaftlich in keiner Schieflage befindet. Die Ostsee-Zeitung wirft – trotz des strukturschwachen Marktumfeldes – satten Profit ab. Laut der Gewerkschaft Ver.di erwirtschaftete das Blatt 2014 einen Gewinn von rund 7,3 Millionen Euro. Auch die Jahre zuvor sei die Ertragslage gut gewesen, heißt es.

    Link zu Meedia:

    http://meedia.de/2016/09/21/erneuter-stellenabbau-bei-madsack-blaettern-vor-allem-die-ostsee-zeitung-trifft-es-hart/?utm_campaign=NEWSLETTER_MITTAG&utm_source=newsletter&utm_medium=email