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    Freier Journalist erstreitet 45000 Euro Honorarnachzahlung

    Freier Journalist erstreitet 45000 Euro Honorarnachzahlung

    Die Ruhr Nachrichten müssen einem freien Sportjournalisten, der mehrere Jahre für das Verlagshaus gearbeitet hat, 45.000 Euro Honorar nachzahlen. Der Bundesgerichtshof lehnte eine Beschwerde des Medienhauses Lensing auf Zulassung des Verfahrens vor dem BGH ab und bestätigte damit das Urteil des Oberlandesgerichts Hamm.

    Die Nachforderung richtet sich nach den Gemeinsamen Vergütungsregeln. Die darin enthaltenen Honorare wurden und werden von den meisten Verlagen nicht eingehalten. Kurz vor Inkrafttreten des neuen Urheberrechts, das den freien Schreibern ein Auskunftsrecht über die Verwertung ihrer Werke gibt, kündigte der BDZV die Allgemeinen Vergütungsregeln. Trotzdem werden sie von Gerichten weiter als Grundlage gesehen, da es sich um Mindestlöhne handelt.

    Mehr zum Urteil auf meedia: 

    http://meedia.de/2017/04/07/bgh-laesst-ruhr-nachrichten-abblitzen-zeitung-muss-freiem-journalisten-45-000-euro-honorar-nachzahlen/

    Die Allgemeinen Vergütungsregeln, veröffentlicht vom BDZV: 

     https://www.bdzv.de/fileadmin/bdzv_hauptseite/positionen/tarifvertraege/Gemeinsame_Vergütungsregeln.pdf