dju Niedersachsen-Bremen

    Ulrich Janßen ist tot - er wurde nur 61 Jahre alt

    Ulrich Janßen ist tot - er wurde nur 61 Jahre alt

    Er wird uns sehr fehlen: Ulrich Janßen, Vorsitzender der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di und Vorsitzender des Bundesvorstands des Fachbereichs Medien, Kunst und Industrie, wurde in der Nacht auf den 31. März 2017 in Berlin nach schwerer Krankheit im Alter von nur 61 Jahren aus dem Leben gerissen. 

    Die öffentliche Trauerfeier wird am 6. April um 12 Uhr auf dem Städtischen Parkfriedhof in der Sandkruger Straße 26 in Oldenburg stattfinden.

    Auf einer Kondolenzseite könnt ihr eure Anteilnahme ausdrücken und einen persönlichen Abschiedsgruß hinterlassen. Über die Kommentarfunktion könnt Ihr dort eure Gedanken und Grüße hinterlassen.

    https://mmm.verdi.de/gewerkschaft/ulrich-janssen-er-wird-uns-unendlich-fehlen-2-40171

     

    Frank Werneke, stellvertretende ver.di-Vorsitzender, würdigt den streitbaren Gewerkschafter: 

    "Wir trauern um einen Freund und Kollegen, einen engagierten Kämpfer für die Rechte und die gesellschaftliche Rolle und Verantwortung von Journalistinnen und Journalisten.
    Uli Janßen ist für uns alle ein Vorbild als Gewerkschafter und Betriebsrat. Er war unermüdlich für seine Kolleginnen und Kollegen da, als Betriebsratsvorsitzender in seinem Verlag der Nordwest-Zeitung in Oldenburg, als Referent bei Schulungen, als inspirierender Gesprächspartner und Ratgeber für Medienschaffende in der gesamten Branche.

    Sein Engagement im Betrieb führte ihn folgerichtig über Gewerkschaftsfunktionen auf Landesebene seit 2007 auch in den Bundesvorstand der dju in ver.di, deren Vorsitz er 2008 übernahm. Als Vorsitzender setzte er seine engagierte Mitarbeit in der Tarifkommission der dju in ver.di in verantwortlicher Position fort, begleitete bundesweit die notwendigen und oft harten tariflichen Arbeitskämpfe der Journalistinnen und Journalisten, war präsent, kollegial, aufmunternd, hilfreich und herzlich. Wir konnten mit ihm kämpfen, wir konnten mit ihm lachen und uns mit ihm auch über Themen jenseits der aktuellen ver.di-Politik austauschen: Persönlich, kulturell oder – für ihn als Sportredakteur besonders naheliegend - über Sport, möglichst einen mit Bällen.

    Weit über den journalistischen Bereich hinaus galt sein Interesse und sein Engagement der politischen Gewerkschaftsarbeit in ver.di. Mit breiter Zustimmung hat er deshalb viele weitere Aufgaben übernommen. So wurde er 2015 zum Vorsitzenden des Bundesvorstandes des Fachbereiches Medien, Kunst und Industrie gewählt.
    Ausgleichend, vermittelnd, verständnisvoll und ergebnisorientiert, hat er unterschiedliche Positionen aufgenommen und zu gemeinsamen Zielen zusammengeführt.

    Wir trauern um ihn, mit seiner Lebensgefährtin, seiner Familie, seinen Freundinnen und Freunden, seinen Kolleginnen und Kollegen.
    Der Platz an ihrer und unserer Seite ist leer, es bleibt eine unfassbare Lücke.
    Er wird uns unendlich fehlen."


    Berlin, 31. März 2017
    Frank Werneke,  stellv. ver.di-Vorsitzender