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    Musikschule Hildesheim: ver.di bricht Tarifverhandlungen ohne …

    Musikschule Hildesheim: ver.di bricht Tarifverhandlungen ohne neuen Termin ab

    Weg frei für rechtliche Schritte und Streiks 

    Am vergangenen Freitag hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die Tarifverhandlungen mit der Musikschule Hildesheim ohne Vereinbarung eines neuen Termins abgebrochen. Landesfachbereichsleiter Lutz Kokemüller: „Wir werden jetzt in der Tarifkommission den Weg für weitere rechtliche Schritte und Arbeitskampfmaßnahmen frei machen.“ Der Grund: Der Vorstand der Musikschule erfüllt alte Tariferhöhungen nicht – weder in 2017 noch in 2018 und sieht zudem keinen Spielraum für weitere Tarifsteigerungen. 

    Es könne nicht angehen, dass die Beschäftigten bereits seit mehr als 20 Jahren ihren Beitrag zur Finanzierung der Musikschule leisten und jetzt auch noch von der Einkommensentwicklung abgekoppelt werden sollen, so Kokemüller. „Wir begrüßen es ausdrücklich und unterstützen, wo immer wir können, die Bemühungen von Stadt und Landkreis Hildesheim, Kulturhauptstadt 2025 zu werden. Wir haben allerdings keinerlei Verständnis dafür, dass sich die politisch Verantwortlichen aus ihrer Verantwortung für eine strukturell sichere Finanzierung der Musikschule Hildesheim stehlen“, macht der Gewerkschafter deutlich. 

    Vor dem Hintergrund eines deutlichen Minus im Jahresabschluss 2017 sah sich der Vorstand der Musikschule während der Verhandlungen am Freitag nicht in der Lage, die bestehenden Verpflichtungen im Hinblick auf die Tariferhöhung aus Februar 2017 im Umfang von 2,35 Prozent zu erfüllen. Auch die Erfüllung von in 2018 entstehenden Ansprüchen aus Tariferhöhungen sieht der Vorstand nicht. Solange die Refinanzeirungsfrage nicht gelöst wird, könne es keine weiteren Tarifsteigerungen geben. 

    ver.di argumentiert, hier sei die Politik gefordert, die Musikschule nicht länger im Sparwahn-Würgegriff  zu halten. Es gebe keine sachliche Begründung, die Beschäftigten der Musikschule weiterhin von der Einkommensentwicklung des öffentlichen Dienstes abzukoppeln. Kokemüller: „Die politischen Spardiktate haben die Musikschule zwischenzeitlich fast an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht. Nur dem Langmut der Beschäftigten ist es zu verdanken, dass der Vorstand noch nicht zum Konkursrichter gehen musste.“ Mit dieser unerträglichen Situation müsse endlich Schluss gemacht werden. Die Politik habe sicherzustellen, dass die Musikschule ihre finanziellen Verpflichtungen, die weit hinter den Bedingungen des öffentlichen Dienstes zurückbleiben, endlich erfüllt. 

    Ansprechpartner für Rückfragen ist ver.di-Landesfachbereichsleiter Lutz Kokemüller unter der Telefonnummer 0160-7428975

     

     

    V.i.S.d.P.: Matthias Büschking
    Pressesprecher
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