Aktuelles

    Warnstreik im IKEA Lager Salzgitter

    Postdienste, Speditionen und Logistik

    Warnstreik im IKEA Lager Salzgitter

    Die Gewerkschaft ver.di hat am 10.05.2017, die Beschäftigten der ID-Logistics Salzgitter GmbH zum Warnstreik aufgerufen.

    Seit drei Monaten verhandelt die Gewerkschaft ver.di mit dem Arbeitgeber ID Logistics GmbH über die Einführung eines Tarifvertrages für die rund 180 Beschäftigten am Standort Salzgitter. In der 4. Verhandlungsrunde am 19.04.2017 hat die Verhandlungskommission der ver.di die Verhandlungen nun für gescheitert erklärt.

    „Die Arbeitgeber haben ein Angebot vorgelegt, welches für die Beschäftigten nicht ausreichend ist. Die vorgesehene Erhöhung von zweimal 2,5 % innerhalb von 24 Monaten ist für die Beschäftigten der ID Logistics GmbH nicht akzeptabel“, so Thomas Warner Verhandlungsführer von ver.di. Außerdem möchte der Arbeitgeber, dass die Erhöhungen durch Gegenleistungen bei den Pausenregelungen kompensiert werden.

    ID-Logistics hat das IKEA-Geschäft mit einem Angebot übernommen, das nur zu Lasten der Beschäftigten wirtschaftlich realisiert werden kann. „Da ist ID-Logistics kein Einzelfall. Immer wieder wird durch Unterbietung der Wettbewerber versucht, bei den großen Auftraggebern, Geschäftsfelder zu übernehmen und die Zeche dafür sollen die Beschäftigten zahlen“, so Sven Paschke zuständiger ver.di Sekretär aus Wolfsburg: „Das können wir nicht tolerieren!“

    Warnstreik im IKEA Lager Salzgitter ver.di Warnstreik im IKEA Lager Salzgitter  – Die Gewerkschaft ver.di hat am 10.05.2017, die Beschäftigten der ID-Logistics Salzgitter GmbH zum Warnstreik aufgerufen.


    Hinter der ID Logistics GmbH steht ein großer Konzern, der im Ausschreibungsverfahren den Auftrag für Ikea in Salzgitter übernommen hat. Die Verluste haben nicht die Arbeitnehmer verursacht, sondern das Management. Die Beschäftigten erwarten für ihre gute Arbeit eine entsprechende Honorierung ihrer Leistung.

    Sollten die Arbeitgeber nicht zu mehr Zugeständnissen bereit sein, werden in den nächsten Wochen weitere Streikmaßnahmen folgen, erklärt Sven Paschke.

    „Dies ist auch ein Signal über den Betrieb hinaus, dass sich die Beschäftigten in den Logistikbetrieben, nicht mehr mit Brotsamen abspeisen lassen. Die Arbeitgeber sind aufgefordert, zeitgemäße und vernünftige Tarifverträge abzuschließen. Die Arbeitgeber müssen der verladenden Wirtschaft klar machen, dass das bisherige Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert. Dieses Jahr läuft der Flächentarifvertrag in Niedersachsen aus und dies ist die Gelegenheit für die Arbeitgeber einen vernünftigen Tarifvertrag in der Fläche abzuschließen. Es muss aber auch passen“, so Thomas Warner Landesfachbereichsleiter für den Fachbereich Postdienste, Spedition und Logistik in Niedersachsen Bremen.

    „Unser Arbeitgeber muss einsehen, dass es so nicht weitergehen kann.“
    Bernd Sibilis, Betriebsrats-Mitglied der ID-Logistics GmbH

    "Wir sind viele. Wir sind eins."