Sozialversicherung

    AOK: Tarifeinigung

    AOK: Tarifeinigung

    Die bundesweit rund 54.000 Beschäftigten der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) erhalten insgesamt 5,2 Prozent mehr Gehalt in zwei Erhöhungsstufen. Neben einer Einmalzahlung in Höhe von 240 Euro gibt es ab 1. April 2014 3,2 Prozent mehr Gehalt, ab 1. April 2015 weitere zwei Prozent. Zudem erhalten die Beschäftigten einen Zuschuss von 75 Euro im Jahr für sportliche Aktivitäten, Prävention oder Vorsorge. Auszubildende und duale Studierende im Bereich der IT-Berufe werden künftig der höchsten Vergütungsgruppe zugeordnet und erhalten damit bis zu 255 Euro monatlich mehr. Zudem wird die Anzahl der Auszubildenden um fünf Prozent bezogen auf das Jahr 2013 angehoben. Auf dieses Gesamtpaket haben sich die AOK und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) verständigt. Die Tarifvereinbarung hat eine Laufzeit von 24 Monaten. 

    "Der Abschluss bringt signifikante Verbesserungen, die ohne die Entschlossenheit der Beschäftigten zu Warnstreiks und Aktionen nicht möglich gewesen wären", betonte ver.di-Verhandlungsführerin Sylvi Krisch. Verhandlungsverlauf und Ergebnis motivierten dazu, künftig noch intensiver um bessere Arbeitsbedingungen und höhere Entgelte bei der AOK zu kämpfen. Während der zurückliegenden Tarifrunde hatten mehrere tausend Beschäftigte an unterschiedlichen Standorten mit Warnstreiks und Aktionen für Druck in den Verhandlungen gesorgt. 

    Das Verhandlungsergebnis werde den ver.di-Mitgliedern bei der AOK nun zur Abstimmung vorgelegt, kündigte Krisch an. Die Erklärungsfrist läuft bis zum 21. April 2014.

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    Warnstreiks während den Tarifverhandlungen erhöhten den Druck auf die Arbeitgeber 

    Am 13. Februar haben insgesamt 200 Kolleginnen und Kollegen an einem Warnstreik teilgenommen, rund 150 davon vor der AOK City-Geschäftsstelle in Hannover. Die AOK Geschäftsstelle in Cuxhaven war geschlossen und auch die anderen Standorte der AOK Niedersachsen wie Stade, Bremervörde, Göttingen, Lüneburg, Winsen, Meppen, Hannover, Alfeld, Gifhorn waren vertreten. Die Beschäftigten der AOKen machten deutlich, dass sie für ihre Forderungen auch auf die Straße gehen.

    Am 17. Februar 2014 hatten auch Beschäftigte der AOK Bremen/Bremerhaven gestreikt.

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