Telekommunikation, Informationstechnologie, Datenverarbeitung

    Massiver Personalabbau und Standortschließungen bei T-Systems

    Massiver Personalabbau und Standortschließungen bei T-Systems

     JETZT ist die Katze aus dem Sack: Massiver Personalabbau und Standortschließungen 

    Seitdem die geplante Neuausrichtung („Transforma-tion" T-Systems) bekannt wurde, ist die Arbeitgeber-seite den Beschäftigten schuldig, ihnen verlässliche Antworten bezüglich ihrer Perspektiven zu geben und damit zu klären, was die T-Systems bereit ist, den Beschäftigten an Sicherheit, Berufsperspekti-ven, Anerkennung und Zukunft zu geben. Bereits kurz nach Antritt des neuen CEO Herrn Adel al Saleh - im Januar - wurden erste Zerschlagungs-szenarien bekannt, die ver.di deutlich und massiv zurückgewiesen hat.

    In mehreren Runden hat ver.di gemeinsam mit den ver.di Betriebsräten und Vertreter*innen in KBR, EBR, sowie GBR versucht, den Arbeitgeber von sei-nen ursprünglichen Ideen abzubringen und tragfä-hige Antworten zu finden. Doch diese Gespräche wurden Ende letzter Woche ohne Ergebnis beendet. 

    Das neue TSI Management ist offensichtlich nicht in der Lage - oder nicht Willens – tragfähige und ausgewogene Lösungen zu finden. Seit heute dem 21.06. ist die Katze aus dem Sack:

    Unter „Transformation" und „Neuausrichtung" ver-steht das T-Systems Management:

    - Kostensenkung (fast 600 Millionen €)

    - Standortkahlschlag (auf weniger als 20)

    - Massiven Personalabbau

    Damit haben sich die schlimmsten Befürchtun-gen, die ver.di Anfang des Jahres hatte, leider erfüllt. Statt zukunftsfester Neuausrichtung (dessen Not-wendigkeit, nicht in Frage gestellt wird) sollen jetzt mal wieder einfallslose Sparprogramme, Standort-kahlschlag und eine massive Arbeitsplatzvernich-tung betrieben werden. 

    Eins steht fest: dafür - reicht ver.di nicht die Hand! Um das Sparziel zu erreichen, sollen neben dem ge-planten Personalabbau, die Organisation auf eine Portfoliosteuerung umgestellt und eine starke Verla-gerung der Geschäftstätigkeiten in Offshore Länder wie z.B. Indien vollzogen werden. Der massive Per-sonalabbau beinhaltet fast 10.500 Stellen weltweit, davon allein in Deutschland rund 6.000 Stellen. Diese sollen gestaffelt bereits bis Ende 2020 weg-fallen.

    Die arbeitgeberseitig geplanten Maßnahmen sind unverantwortlich und gefährden aus Sicht von ver.di das gesamte TSI Geschäft. Eine zukunftsfeste T-Systems braucht Zeit und lässt sich nicht mal eben „vom Zaun brechen". Und dass eine neue Firmenaufstellung, die sich im Kern nur gegen die Beschäftigten richtet, wenig Chancen auf Erfolg hat, müsste dem Telekom Management ei-gentlich bekannt sein. Die T-Systems Beschäftigten haben es jedenfalls satt, vom Arbeitgeber im Jah-resrhythmus zu hören, dass ihre Firma mal wieder eine schwierige Phase durchläuft und deshalb er-neut beim Personal gespart werden soll.

    „Sicherheit im Umbruch" wird jetzt das Motto sein. Angesichts der vom Unternehmen geplanten Di-mensionen, erhält dabei der am 31.12.2018 auslau-fende Schutz vor betriebsbedingten Beendigungs-kündigungen einen neuen Stellenwert!

    ver.di wird sich in dieser Auseinandersetzung an die Seite der Beschäftigten stellen: SO NICHT HERR AL-SALEH!

     

    V.i.S.d.P: Michael Jäkel, ver.di Bundesverwaltung, Bundesfachbereich TK.IT, Bereich IT/DV, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin