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    Telekom legt am 22. März Angebot vor

    Telekom legt am 22. März Angebot vor

    Gehälter sollen in zwei Schritten um insgesamt 3,7 Prozent angehoben werden - Telekom strebt Tarifvertrag mit Laufzeit von 28 Monaten an 

    Die Deutsche Telekom hat für die rund 55.000 tariflich Beschäftigten der Konzernzentrale, der Telekom Deutschland sowie der Deutschen Telekom IT am Donnerstag in Berlin ein Angebot vorgelegt. Für die Konzernzentrale und die Telekom Deutschland sollen die Gehälter der tariflich Beschäftigten zum 1. Juli 2018 um 2,0 Prozent steigen. Zum 1. März 2019 ist eine weitere Erhöhung um 1,7 Prozent vorgesehen. Gleiches gilt für die Auszubildenden und Dualen Studenten im Konzern.

    Für die Deutsche Telekom IT und die Deutsche Telekom Individual Solutions & Products sollen die Gehälter der tariflich Beschäftigten zum 1. September 2018 um 2,0 Prozent steigen. Zum 1. Mai 2019 ist eine weitere Erhöhung um 1,7 Prozent.

    ver.di bewertet das Angebot der Arbeitgeber als nicht akzeptabel. „Das Angebot erfüllt die Erwartungen der Beschäftigten in keiner Weise.  Die angebotene Entgelterhöhung ist zu gering, und die Laufzeit ist zu lang“, kritisierte ver.di-Verhandlungsführer Frank Sauerland in einer ersten Reaktion. „Angesichts der überaus positiven Geschäftsentwicklung der Deutschen Telekom muss das Angebot deutlich nachgebessert werden. Das Angebot stellt keine ausreichende Anerkennung der Leistungen der Beschäftigten dar.“ Die ver.di-Verhandlungskommission werde nun das Angebot intern bewerten und weitere Schritte beraten.

    Die Gewerkschaft ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde unter anderem eine Entgelterhöhung um 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und die Vergütungen für dual Studierende sollen um jeweils 75 Euro angehoben werden.

    Die Gewerkschaft ver.di hat in dieser Woche ihre Warnstreiks bei der Deutschen Telekom massiv ausgeweitet. Erstmals waren die Beschäftigten zu vollschichtigen Warnstreiks aufgerufen. Bundesweit beteiligten sich an drei Streiktagen insgesamt 10.000 Kolleginnen und Kollegen an den Arbeitskampfmaßnahmen.