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    ver.di kritisiert Privatisierungsvorhaben des Landrats als unausgegoren

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    ver.di kritisiert Privatisierungsvorhaben des Landrats als unausgegoren

    Straßenreinigung anncapictures ver.di kritisiert Privatisierungsvorhaben des Landrats als unausgegoren


    Die in der Bremer Straßenreinigung beschäftigten Stadtreiniger arbeiten selbst drei Jahre nach Neustrukturierung der Reinigungsgesellschaften noch immer nach keinem einheitlichen Tarif. Die bestehenden Entgeltunterschiede belasten langfristig auch die öffentliche Hand. Damit will ver.di nun Schluss machen.

    Um einheitliche Tarifbedingungen in der Straßenreinigung verhandelt am heutigen Donnerstag die Gewerkschaft ver.di mit der Straßenreinigung Bremen. Sie will erreichen, dass die dort vorherrschende tarifliche Ungleichheit beseitigt und alle Beschäftigten nach dem ortsüblichen Tarif bezahlt werden.

    „Die unterschiedlichen Entgelte drücken enorm auf die Zufriedenheit der ohnehin schon hoch belasteten Straßenreiniger. Denn die ‚Bremer Erklärung zu fairen Beschäftigungsbedingungen‘ ist in der SRB schon viel zulange nicht umgesetzt“, sagt Pit Eckert, ver.di-Fachsekretär für Ver- und Entsorgung.

    Zudem belaste die bestehende Ungleichheit den angespannten öffentlichen Haushalt, wenn Armutsrenten mit öffentlichen Mitteln künftig aufgebessert werden müssten, so die Gewerkschaft weiter.

    Zum 1.1.18 wurde mit der Neustrukturierung der Straßenreinigungsgesellschaften eine mögliche Re-Kommunalisierung der Stadtsauberkeit vorbereitet. Seither hält der Entsorger Nehlsen an den Straßenreinigungsunternehmen 50,1 Prozent der Anteile, die Stadt Bremen ist Minderheitsgesellschafter.