Pressemitteilungen

    2.500 Landesbeschäftigte im Streik

    2.500 Landesbeschäftigte im Streik

    ÖD 06.10.2005

    An dem heutigen Arbeitskampf im öffentlichen Dienst haben sich 2.500 Beschäftigte des Landes Niedersachsen beteiligt.

    Aufgerufen zum Streik hatte die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. In ganz Niedersachsen streikten für ihre Forderungen Krankenschwestern, Pfleger und Küchenpersonal des Uniklinikums Göttingen, der Medizinischen Hochschule Hannover sowie der Landeskrankenhäuser, Straßenwärter der Straßen- und Autobahnmeistereien, Laborantinnen und Hausmeister von Hochschulen und Angestellte der allgemeinen Landesverwaltung. Schwerpunkte der dezentralen Streikaktionen waren Hannover, Göttingen und Lüneburg.

    Ellen Paschke vom ver.di-Bundesvorstand forderte in Hannover die Länder auf, die Streichung des Weihnachts- und Urlaubsgeldes zurückzunehmen und die Arbeitszeit in Niedersachsen nicht auf 40 Stunden zu erhöhen. „Diese Maßnahmen der Arbeitgeber vernichten Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst. Solange die Arbeitgeber hier nicht einlenken, werden wir unsere Streikaktionen weiterführen und noch ausdehnen“, sagte Paschke. „Wir fordern die Tarifgemeinschaft deutscher Länder auf, das am 1. Oktober im Bund und in den Kommunen in Kraft getretene neue Tarifrecht zu übernehmen.“

    ver.di-Landesleiter Wolfgang Denia kritisierte in einer Streikversammlung der Straßenwärter das Verhalten der niedersächsischen Landesregierung im Tarifkonflikt: „Die Bremser und Blockierer einer wirklichen Reform des öffentlichen Dienstes sitzen in der niedersächsischen Staatskanzlei und im Finanzministerium in Hannover. Herr Wulff und Herr Möllring sind reformunwillig und greifen den Beschäftigten tief in die Tasche, um ihren Landeshaushalt zu sanieren. Wer das Weihnachts- und Urlaubsgeld streicht und auch noch die Arbeitszeit ohne Lohnausgleich verlängert, handelt weder sozial noch christlich.“

    Die Gewerkschaft wies darauf hin, dass es zurzeit keine Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) gibt. Erst durch die Vielzahl der Streiks im öffentlichen Dienst sei die TdL bereit gewesen, sich mit ver.di am 28. September auf ein Sondierungsgespräch einzulassen. Ein weiteres Gespräch soll Anfang November stattfinden. „Dies zeigt, dass die öffentlichen Arbeitgeber sich nur durch den Druck von Arbeitskämpfen bewegen“, erklärte Denia. ver.di kündigte weitere Streiks für den Herbst an, falls dies notwendig sei.

    Herausgeber:

    V.i.S.d.P.: Ulf Birch
    Pressesprecher
    ver.di-Landesbezirk
    Niedersachsen-Bremen
    Goseriede 10
    30159 Hannover
    Tel.: 0511/12400-105 / -106
    Fax: 0511/12400-107
    Mobil: 0170/7812412
    e-mail: ulf.birch@verdi.de