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    Handeln. Für morgen!

    Tarifrunde ÖD der Länder 2021

    Warnstreik am 24. November in Hannover und Bremen

    ver.di ruft gemeinsam mit GdP, GEW und IG BAU zum Streik am 24. November in Hannover und Bremen auf 19.11.2021
    Han­deln. Für mor­gen! ver.di Han­deln. Für mor­gen!  – Ta­rif- und Be­sol­dungs­run­de öf­fent­li­cher Dienst der Län­der 2021


    Unmittelbar vor der dritten Verhandlungsrunde im Tarifstreit im Öffentlichen Dienst der Länder ruft die Gewerkschaft ver.di gemeinsam mit der GdP, der GEW und der IG BAU zum Streik am 24. November in Hannover und Bremen auf. Geplant sind zwei zentrale Veranstaltungen, eine Kundgebung auf dem Opernplatz in Hannover und eine Menschenkette an der Schlachte in Bremen. Die Hauptrede für die DGB-Gewerkschaften auf der zentralen Kundgebung auf dem Opernplatz in Hannover wird der ver.di Bundesvorsitzende Frank Werneke halten. Daneben wird Ulrich Silberbach vom Beamtenbund sprechen.

    „Die Beschäftigten der Länder, die den Laden am Laufen gehalten haben, wollen nicht weiter hingehalten werden“, sagt ver.di-Landesbezirksleiter Detlef Ahting. In den Behörden des Landes, den Hochschulen, bei IT-Niedersachsen, dem Küsten- und Naturschutz und vielen weiteren Stellen forderten sie jetzt endlich ein Angebot ihres Arbeitgebers, dem Land Niedersachsen. „Insbesondere die seit langem hoch belasteten Beschäftigten in den Unikliniken erwarten zu Recht mehr als warme Worte, sondern eine bessere Bezahlung“, sagt Ahting. „Und ich widerspreche Reinhold Hilbers, wenn er als Verhandlungsführer der Länder standhaft behauptet, es würden keine Fachkräfte fehlen. Das Gegenteil ist der Fall – Fachkräfte sind nur für eine passende Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen zu bekommen“, sagt der Landesleiter weiter.

    Laura Pooth, die Landesvorsitzende der GEW, macht deutlich: „Die Belastung der Beschäftigten in der Bildung ist extrem hoch – im Gegensatz zu ihrer oft miesen Bezahlung. Wenn die Arbeitgeber jetzt nur Beifall klatschen wollen, statt gerechte Gehaltserhöhungen anzubieten, müssen wir zum Mittel des Streiks greifen.“

    „Die mangelnde Verhandlungsbereitschaft der Arbeitgeberseite ist Ausdruck fehlender Wertschätzung, für die die Polizeibeschäftigten kein Verständnis haben“, sagt Dietmar Schilff, der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Sowohl im Tarif-, als auch im Polizeiverwaltungs-, Vollzugs-, Kriminal- und Ermittlungsbereich leisteten die Kolleginnen und Kollegen auch unter den aktuellen Bedingungen konsequent erstklassige und wichtige Arbeit. „Sie gewährleisten die Innere Sicherheit für die Bevölkerung und tragen zu einem friedlichen gesellschaftlichen Zusammenleben bei“, sagt Schilff weiter. „Sie haben einen Anspruch darauf, respektvoll behandelt und nicht weiter von der allgemeinen Einkommensentwicklung abgekoppelt zu werden.“ Da diese Arbeit ganz offensichtlich nicht richtig wertgeschätzt werde, seien Arbeitskampfmaßnahmen die logische Konsequenz.  
    Für Frank Duensing von der Gewerkschaft IG BAU stellt sich die Situation in den derzeitigen Tarifverhandlungen ähnlich dar: „Unsere Kollegen bei Landesforsten und dem Nationalpark Harz fühlen sich provoziert“, sagt er. Der Wald habe an gesellschaftlicher Bedeutung gewonnen und er leide unter den Folgen des Klimawandels. „Bereits jetzt sind 30.000 Hektar Wald durch Sturm, Trockenheit und Borkenkäfer vernichtet. Um den Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken, braucht der Wald ausgebildete Fachkräfte“, sagt Duensing. Diese müssten für ihre gefährliche und schwere Arbeit gut und fair bezahlt werden. „Das geht nur mit einem ordentlichen Lohnplus“, sagt der Gewerkschafter.

    Die Gewerkschaften fordern 5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro, für die Beschäftigten im Gesundheitswesen mindestens 300 Euro. Die Azubivergütungen sollen um 100 Euro steigen.   
     
    Die Versammlung in Hannover beginnt um 10 Uhr. Von der Goseriede und dem Schützenplatz setzen sich dann zwei Demonstrationszüge in Bewegung. Um 11 Uhr findet auf dem Opernplatz die Abschlusskundgebung statt. Ansprechpartner vor Ort ist: Tobias Morchner (0170-7812412)

    In Bremen beginnen mehrere Sternmärsche um 10.30 Uhr in der Stadt. Sie treffen gegen Mittag an der Weserpromenade/Schlachte zwischen Bürgermeister-Smidt-Brücke und Wilhelm-Kaisen-Brücke zusammen. Dort soll eine Menschenkette gebildet werden. Ansprechpartnerin vor Ort ist: Mareike de Jonge (0151-50198330)

    Pressekontakt

    Tobias Morchner
    Pressesprecher

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