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    IKEA: Landesweiter Streiktag in Niedersachsen und Bremen

    IKEA: Landesweiter Streiktag in Niedersachsen und Bremen

    21.09.2021

    Am Dienstag, 21. September 2021 treten Beschäftigte von fünf IKEA-Häusern aus Niedersachsen und Bremen in den Ausstand. Sie setzen damit ein Zeichen gegen die Blockade der Arbeitgeber in dem immer noch andauernden Tarifkonflikt im Einzelhandel. IKEA ist eines der bundesweit führenden Unternehmen im Handelsverband Deutschland (HDE) und Mitglied der Tarifkommission Einzelhandel in Niedersachsen. 

    „IKEA hat gerade auch während der Corona-Pandemie sehr gute Umsätze erzielt und sein Digitalisierungskonzept weiter umgesetzt“, sagt Sabine Gatz, ver.di-Verhandlungsführerin in Niedersachsen und Bremen. Gegenüber den Beschäftigten beteilige sich das Unternehmen an der bundesweiten Blockadehaltung der Einzelhandelsunternehmen, so dass den Beschäftigten immer noch eine angemessene Entgelterhöhung und Wertschätzung für ihre gute Arbeit fehle, so Gatz weiter.

    „Unsere Kolleg*innen unterstreichen mit diesem gemeinsamen Streiktag ihre Forderungen und senden eine starke Botschaft in Richtung der Tarifverhandlungen in NRW, die zeitgleich stattfinden. Ein ernst zu nehmendes abschlussfähiges Angebot muss endlich auf den Tisch“, sagt Sabine Gatz. Für Niedersachen und Bremen gibt es noch keinen neuen Verhandlungstermin.

    Die Streikenden bzw. deren Delegationen aus den bestreikten Betrieben kommen am 21.09.21 zwischen 10 und 11 Uhr zu einer gemeinsamen Kundgebung vor dem IKEA – Einrichtungshaus Großburgwedel (Isernhägener Str. 14, 30938 Burgwedel) zusammen. Hier können auch O-Töne von Streikenden eingeholt und Fotos gemacht werden.

    Beteiligte Standorte: Großburgwedel, Hannover Expo-Park, Bremerhaven, Osnabrück, Braunschweig und (als weitere Gäste der Kundgebung) Kassel. 

    Hintergrund

    Seit Juni 2021 gibt es in Niedersachsen kein verbessertes Angebot der Arbeitgeberseite. 

    ver.di fordert für die Einzelhandelsbeschäftigten:

    • Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,5 Prozent + 45 Euro pro Monat für alle Beschäftigen
    • 100€ mehr Ausbildungsvergütung
    • Mindesteinkommen von 12,50 Euro pro Stunde
    • Laufzeit 12 Monate 
    • Gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrage 

    Die Arbeitgeber bieten: 

    • Nur für Betriebe, die „gut“ durch die Pandemie gekommen sind: 2 Prozent in 2021 + 300€ (nicht tabellenwirksam; 1,4 Prozent in 2022 u 2 Prozent in 2023
    • Azubivergütung: +2 Prozent 2021, +1,4 2022, +2 Prozent 2023
    • Für Betriebe, die von den Pandemieauswirkungen betroffen wurden: Verschiebung der Erhöhungen auf später, erste Erhöhung frühestens März 2022
    • Laufzeit 3 Jahre

     

    Kontakt:  Sabine Gatz, ver.di-Fachbereichsleiterin
    mobil: 0175 2281638

    Pressekontakt

    Tobias Morchner
    Pressesprecher

    ver.di-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen
    Goseriede 10, 30159 Hannover
    Tel.: 0511/12400-105 u. -106
    mobil: 0170 7812412

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