Pressemitteilungen

    24-stündige Protestschicht niedersächsischer Berufsfeuerwehrleute …

    24-stündige Protestschicht niedersächsischer Berufsfeuerwehrleute in Hannover

    ÖD 11.09.2005

    „Wir haben die Nase voll,“ sagt Hans-Joachim Rauch, Vorsitzender der ver.di-Fachgruppe Feuerwehr in Niedersachsen-Bremen.

    „Die Politiker von CDU und FDP greifen den Feuerwehrleuten massiv in den Geldbeutel. Deshalb fordern wir das Weichnachts- und Urlaubsgeld in voller Höhe zurück.“ Um ihre Forderungen zu untermauern, legen hauptberufliche Feuerwehrleute aus ganz Niedersachsen eine 24-stündige Protestschicht am heutigen Sonntag, ab 15:00 Uhr vor der Niedersächsischen Staatskanzlei ein. Sie erwarten dort unter anderem Landespolitiker um ihre Forderungen zu erläutern.

    Ende 2004 hat die niedersächsische Landesregierung mehrheitlich entschieden, dass den Feuerwehrleuten im Jahr 2005 das Weihnachts- und Urlaubsgeld vollständig bzw. fast vollständig gestrichen wird. Diese Gehaltseinbuße sei nicht mehr zu verkraften. Etwa 90 Prozent der niedersächsischen Berufsfeuerwehrleute gehören dem mittleren feuerwehrtechnischen Dienst an. Alle Feuerwehrleute mussten bereits in den vergangenen Jahren viele finanzielle Einschnitte hinnehmen.

    „Wir Feuerwehrleute sind sauer, dass unsere Arbeit rund um die Uhr nicht genug gewürdigt wird,“ kritisierte der Gewerkschafter. So sei der Beginn der Protestschicht auf den 11. September gelegt worden, da gerade dieser Tag seit den terroristischen Anschlägen in New York und Washington einen besonderen symbolischen Wert für die Feuerwehrleute
    habe. „Wir wollen mit unserem Protest erreichen, dass nicht nur politische Absichtsreden, vor allem nach Katastropheneinsätzen, gehalten werden, sondern Feuerwehrleute auch anständig bezahlt werden. Wir Berufsfeuerwehrleute wollen als gleichberechtigte Partner über unsere Arbeitsbedingungen verhandeln. Unser Motto lautet deshalb: Verhandeln statt verordnen!“

    Ein weiteres Problem seien die Arbeitsbedingungen der Feuerwehrleute: Die durchschnittliche 56-Stunden-Woche sei immer noch nicht geändert, obwohl laut europäischer Arbeitszeitrichtlinie und einem neueren EuGH-Urteil nur eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von maximal 48 Stunden zulässig ist. „Wir fordern die Politiker auf, endlich zu handeln!“


    Ansprechpartner:
    Hans-Joachim Rauch, Vorsitzender der ver.di-Fachgruppe Feuerwehr in Niedersachsen-Bremen,
    Mobil: 0171-6296961

    Herausgeber:

    V.i.S.d.P.: Ulf Birch
    Pressesprecher
    ver.di-Landesbezirk
    Niedersachsen-Bremen
    Goseriede 10
    30159 Hannover
    Tel.: 0511/12400-105 / -106
    Fax: 0511/12400-107
    Mobil: 0170/7812412
    e-mail: ulf.birch@verdi.de