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    Erster landesweiter Ausbildungstarifvertrag Pflege

    Erster landesweiter Ausbildungstarifvertrag Pflege

    17.02.2015
    Pflegeausbildungstarifvertrag S. Sagolla Tarifvertrag für Pflegeausbildung abgeschlossen

    Am heutigen Dienstag (17.02.2015) haben die Gewerkschaft ver.di und die Verbände der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen einen Tarifvertrag über die Ausbildungsbedingungen in der Pflege unterzeichnet. Dieser bundesweit erste Tarifvertrag in der Altenpflege für ein ganzes Bundesland regelt die Ausbildungsentgelte und den Erholungsurlaub. Zukünftig erhalten Schülerinnen und Schüler in der Altenpflege im ersten Ausbildungsjahr 975 Euro und im dritten Ausbildungsjahr 1.138 Euro. Allen Auszubildenden stehen einheitlich 29 Urlaubstage zur Verfügung. Ziel der Sozialpartner ist es, den Tarifvertrag branchenweit für allgemeinverbindlich erklären zu lassen, um gemeinsame Standards in der Pflegeausbildung zu gewährleisten.

    ver.di-Landesleiter Detlef Ahting erklärte: „Mit diesem Flächentarifvertrag schreiben wir ein Stück Tarifgeschichte. Wir sichern damit gerechte Ausbildungsvergütungen und 29 Tage Urlaub in der Altenpflege per Tarifvertrag ab. Zu einer attraktiven Ausbildung gehören auch angemessene Ausbildungsentgelte. Wir kommen damit einem dringend benötigten Tarifvertrag für alle Pflegekräfte einen großen Schritt näher, denn gute Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen gehören zusammen.“

    Der Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, Dr. Christoph Künkel, sagte: „Die Situation in der Pflege ist in Niedersachsen im Vergleich zu anderen Bundesländern besonders dramatisch. Es ist eine dringende Änderung der Rahmenbedingungen notwendig, um der unterdurchschnittlichen Bezahlung der Pflegekräfte und dem bereits heute vorherrschenden Fachkräftemangel entgegenwirken zu können. Durch den Abschluss des Tarifvertrages beginnen wir mit dieser Veränderung und gestalten die Ausbildung in der Pflege attraktiver.“

    Beide Tarifparteien erwarten nun von der Politik und den Kostenträgern, dass sie die Allgemeinverbindlichkeit aktiv unterstützen und für eine Refinanzierung der Ausbildungskosten sorgen.

    V.i.S.d.P.:Ulf Birch
    Pressesprecher
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    Georg Gabriel
    LAG FW Niedersachsen, Geschäftsführung
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