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    Gewerkschaften warnen CDU vor Abschaffung der Altersteilzeit

    Gewerkschaften warnen CDU vor Abschaffung der Altersteilzeit

    Altersteilzeit 14.09.2005

    „Die Pläne von Union und FDP machen deutlich, dass Arbeitnehmer-interessen im Programm dieser Partei nur eine untergeordnete Rolle spielen“, betonte IGM-Bezirksleiter Hartmut Meine. „Um auch in Zukunft jungen Menschen angesichts der hohen Massenarbeitslosigkeit eine Chance auf einen Einstieg ins Erwerbsleben und Älteren vor dem Hintergrund der hohen gesundheitlichen Belastungen einen akzeptablen Ausstieg zu ermöglichen, ist der Erhalt des Altersteilzeit-gesetzes unverzichtbar.“

    ver.di-Landesleiter Wolfgang Denia warnte den stellvertretenden CDU-Parteivorsitzenden und niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff davor, im Falle eines Wahlsieges durch die Abschaffung des Altersteilzeitgesetzes den Druck auf die Arbeitnehmer zu erhöhen und die Arbeitsmarktsituation weiter zu verschärfen. „Die Möglichkeit der Frühverrentung hat die Situation in vielen Unternehmen deutlich entspannt. Das Gesetz hat sich bewährt.“

    Es habe vor dem Hintergrund des hohen Arbeitsplatzabbaus betriebsbedingte Kündigungen vermieden, aber auch für viele junge Menschen eine Festanstellung nach der Ausbildung ermöglicht,erklärte Peter Hüttenmeister, Landesvorsitzender der IG BCE. „Altersteilzeit ist für viele Unternehmen ebenso ein fester Bestandteil der Personalplanung wie für die Arbeitnehmer in ihrer Lebensplanung.“

    Die Gewerkschafter nannten zur Bedeutung der Altersteilzeit drei Unternehmens-Beispiele. Sollte die CDU ihre Pläne umsetzten, würden bei VW rund 4.000 Arbeitnehmer (von insgesamt 103.000 Beschäftigten), bei Conti in Hannover-Stöcken 140 Arbeitnehmer (von rund 3.000 Beschäftigten) und bei den Stadtwerken Hannover 114 Arbeitnehmer (von 2.700 Beschäftigten) direkt betroffen sein.

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