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    Fast nichts heilig? Diakonie fordert 40-Stunden- und 6-Tage-Wochen

    Tarifrunde Diakonie Niedersachsen

    Fast nichts heilig? Diakonie fordert 40-Stunden- und 6-Tage-Wochen

    25.02.2019

    „In der Problemlösung könnten wir nicht weiter voneinander entfernt sein!“ Zu dieser nüchternen Einschätzung der Tarifverhandlungen zwischen der Diakonie Niedersachsen und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di kommt Verhandlungsführerin Annette Klausing. Hauptkritikpunkt: Der Plan der Arbeitgeber, die Arbeitszeit auf bis zu 42 Stunden und sechs Tage auszuweiten. „Die Antwort der Beschäftigten ist ein klares Nein“, so Klausing.

     Während ver.di für den Abbau von Belastungen kämpfe, lege der Arbeitgeber mit seinem Angebot weitere Belastungen auf den Tisch. Neben der 40-Stunden-Woche, die individuell auf 42 erhöht werden könne, sowie der 6-Tage-Woche schlage die Diakonie die Reduzierung von freien Tagen, die Streichung von Zusatzurlaub für Nachtschicht incl. Wegfall der Wechselschichtzulage vor. Ein Angebot einer Entgeltsteigerung oder Verbesserungen für Praxisanleitungen für Altenpfleger*innen, Erzieher*innen in der Jugendhilfe und Pflegehelfer*innen in der Behinderten- und Altenhilfe fehlten gar komplett.

    „Wie will man für Pflege und soziale Arbeit in der Diakonie begeistern, wenn man die Arbeitsbedingungen verschlechtert und die Vereinbarung von Familie und Beruf deutlich erschwert“, fragt sich die Gewerkschaftssekretärin. Klausing: „Unsere Antwort kann nur sein: Gegenwehr organisieren! Nur gemeinsam werden wir Verschlechterungen abwehren und Verbesserungen erstreiten!“

     Eine von vielen Protestaktionen:

    Die Beschäftigten des Agaplesion Diakonieklinikums und der Rotenburger Werke treffen sich am
    Dienstag, 26. Februar, um 13.00 Uhr gegenüber der Lindenstr. 18 in Rotenburg
    zu einer aktiven Pause. Sie sagen NEIN zu einer Arbeitszeitverlängerung.

    Ansprechpartner vor Ort:
    Gewerkschaftssekretär Jörn Bracker
    Tel. 0421-3301105
    Mail: joerg.bracker@verdi.de


      

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