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    paläon: ver.di fordert geordneten Übergang für alle Mitarbeiter*innen

    Bildung, Wissenschaft und Forschung

    paläon: ver.di fordert geordneten Übergang für alle Mitarbeiter*innen

    29.10.2018

    Der beabsichtigte Wechsel der Trägerschaft des paläon darf nicht zu Lasten der Beschäftigten vorgenommen werden. Das hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di deutlich gemacht. Gleichzeitig begrüßte ver.di, dass das Land Niedersachsen sich im Rahmen einer institutionellen Förderung und unter dem Dach des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege (NLD) beteiligen will. Aber: „Dass der Landkreis Helmstedt und die Stadt Schöningen ihren finanziellen Anteil reduzieren wollen, bedauern wir sehr“, so ver.di-Gewerkschaftssekretär Dr. Frank Ahrens.

    „Wenn bislang etwa eine Million Euro als Förderung für den Regelbetrieb des paläon als Museum und Erlebniseinrichtung insbesondere für Schulklassen als außerschulischer Lernort notwendig waren, dann kann ein Fortbestand nicht mit 700.000 Euro unter dem Dach des Tarifvertrages der Länder und derselben Beschäftigtenzahl gewährleistet werden“, meint Ahrens, Fachsekretär für die Bereiche Bildung, Wissenschaft und Forschung. Um die Besucherzahlen zu halten und das paläon als Lernort attraktiv zu sein, sei der bisherige Umfang an Know-how und Beschäftigtenzahl erforderlich.

    Bildung, Wissenschaft und Forschung in öffentlicher Verantwortung sei immer ein Zuschussgeschäft. Dass das der Bund der Steuerzahler nicht anerkenne, überrasche nicht. Gleichwohl sei zu fragen, ob die bisherigen Gesellschafter in eine Förderung einbezogen werden können, die sich bislang nicht finanziell beteiligt haben, wie z.B. die Allianz für die Region oder andere.

    „Wenn es so sein sollte, dass das Land mit 800.000 Euro in die Förderung gehen sollte, wie die Helmstedter CDU-Landtagsabgeordnete Veronika Koch gegenüber der Braunschweiger Zeitung gesagt hat, dann hätten wir dazu gerne belastbare Angaben“, so Ahrens. Bislang sei die Rede von 500.000 Euro institutioneller Förderung durch das Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

    Was die Beschäftigten jetzt möglichst schnell bräuchten, seien abgesicherte Konzepte und belastbare Zahlen, sonst schießen Spekulationen ins Kraut. Ahrens: „Das haben die engagierten

    Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Basis des paläon sind, und der einmalige Fund und Fundort nicht verdient.“